«Night of Light»

Rot leuchtend: So machten sich Solothurner Veranstalter sichtbar

Die betroffenen Unternehmen aus der Veranstaltungsbranche strahlten am Montag im Rahmen der «Night of Light» Gebäude im Kanton Solothurn mit rotem Licht an.

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«Night of light» im Kanton Solothurn Das Sälischlössli während der Night of Light
12 Bilder
Weit oben leuchtet das Schlössli
«Night of light» im Kanton Solothurn
.... und hier noch aus der Luft
Reithalle Solothurn
Auch die Bornkapelle ob Kappel ist rot beleuchtet
Von weiter her ist die Bornkapelle als kleiner roter und leuchtender Punkt zu sehen.
Konzertsaal Solothurn
Der Muttiturm in Solothurn
Attisholz Nord
Kapelle St. Peter in Kestenholz Andy Winiger, Technik-Verantwortlicher im OK des Festivals St. Peter at Sunset, platzierte mit seiner Firma Event-Tec GmbH 26 LED-Scheinwerfer.
Stadtkirche Olten

«Night of light» im Kanton Solothurn Das Sälischlössli während der Night of Light

Bruno Kissling

Die Veranstaltungsbranche war der erste Wirtschaftszweig, der von der COVID-19-Krise getroffen wurde und er wird auch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am längsten und tiefgreifendsten von den Auswirkungen betroffen sein, erklären verschiedene Veranstaltungsvereine in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Seit dem Lockdown, dem 16. März, sei einem kompletten Wirtschaftszweig faktisch die Arbeitsgrundlage entzogen worden.

Mit der Aktion «Night of Light» wollten die Beteiligten gemeinsam und gleichzeitig ein riesiges Licht-Monument bauen. Hierzu wurden in allen Regionen der Schweiz, in denen diese Unternehmen ihren Sitz haben, am Montag von 22.00 bis 24.00 Uhr Event-Locations und Spielstätten sowie ausgewählte Gebäude und Bauwerke rot beleuchtet.

Forderung nach mehr Unterstützung

Anders als in den produzierenden Branchen könnten weggefallene Umsätze nicht mehr nachgeholt werden, auch «auf Vorrat» könne nicht produziert werden. Selbst wenn nach Beendigung der Krise eine hohe Nachfrage einsetzen würde, könne der erlittene Verlust nicht mehr kompensiert werden, führen die Vereine aus. Es resultiere eine akute Insolvenzgefahr für die gesamte Branche.

Trotz anfänglichen Zusicherungen des Bundesrates würden sich insbesondere die KMU sowie die Selbständigen der Branche nun im Stich gelassen fühlen. Durch die Streichung der Kurzarbeit für Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung sowie der Änderungen im Erwerbsersatz für Selbständige würden sich die Aussichten dieser Akteure noch einmal deutlich verschlechtern. Eine Weiterführung der Unterstützung bis zum Normalbetrieb sei dringend nötig, fordern die Vereine.

Ebenso fordert die gesamte Branche mehr Planungssicherheit für die Zeit ab dem 1. September 2020 und ein Bewusstsein für die Zeithorizonte im Veranstaltungsgeschäft. Es werde noch Monate dauern, bis in der Kulturbranche wieder Normalbetrieb herrsche. Die Normalität könne auch nicht durch einen Behördenentscheid von einer Woche auf die andere erreicht werden, da der Vorlauf für einen Neustart je nach Veranstaltung zwischen 4 und 8 Monaten in Anspruch nehme.

Mahnmal der Veranstaltungsbranche

Dank den genannten ersten Lockerungen mache sich immerhin in einigen Teilen des Wirtschaftszweiges etwas Aufbruchstimmung bemerkbar. Daher sei es für die Exponenten wichtig, trotz der aktuellen Situation auch eine positive Haltung rüberzubringen und mit dem Einleuchten diverser Objekte ein faszinierendes und emotionales Event zu schaffen. Sie wollen der Bevölkerung signalisieren: «Wir sind da und bereit, vieles ist schon möglich und wir freuen uns auf neue Events.» (mgt)

Hinweis

Lanciert wurde das Projekt von der Expo Event Swiss LiveCom Association, dem Schweizer Verband technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe SVTB und der Swiss Music Promoters Association SMPA.

Die Aktion wurde in Deutschland initiiert und wird auch in Belgien und Österreich umgesetzt.