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Positive Bilanz: Rund 40 Prozent der Solothurner reichten ihre Steuererklärung online ein

Seit diesem Jahr steht der Bevölkerung des Kanton Solothurn die Option offen, die Steuererklärung online einzureichen. Das Steueramt zieht gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn eine erste positive Bilanz.

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Nur noch wenige füllen die Steuererklärung heute von Hand aus.

Nur noch wenige füllen die Steuererklärung heute von Hand aus.

Mario Heller

Seit diesem Jahr kann die Steuererklärung im Kanton Solothurn erstmals komplett online ausgefüllt und eingereicht werden. Der Chef des Solothurner Steueramts, Thomas Fischer, zeigt sich gegenüber dem Regionaljournal «sehr zufrieden» mit der Zwischenbilanz. Rund 40 Prozent der Steuererklärungen seien bis kurz vor Ende der Einreichefrist, die wegen der Corona-Pandemie auf Ende Juli verlängert wurde, online eingetroffen. Da das Steueramt mit einer Quote von 30 Prozent der Online-Steuererklärungen rechnete, sei dies für den Start in Ordnung gewesen.

Online-Ausfüllen ist für beide Seiten vorteilhaft

Nur noch wenige Personen würden die Steuererklärungen von Hand ausfüllen. Viele Privatpersonen erstellten ihre Steuererklärung mit dem Online-Programm, druckten die Formulare am Ende aber aus, anstatt diese elektronisch einzureichen. Das sei öfter der Fall, wenn viele Belege vorhanden seien und die Steuererklärung eher spät eingereicht werde, so Fischer. Anstatt die Belege zu kopieren, könnten sie aber auch genauso gut eingescannt werden, erklärt er.

Der Leiter des Solothurner Steueramts hofft, dass in Zukunft möglichst viele ihre Steuererklärung online einschicken, da der Kanton damit Geld spart. Bis anhin mussten nämlich sämtliche Steuererklärungen eingescannt werden, um die digitale Bearbeitung zu ermöglichen.

Noch Verbesserungspotenzial

Es habe auch bereits Rückmeldungen aus der Bevölkerung zum neuen Programm gegeben, manche würden auf das nächste Jahr auch umgesetzt. Man habe zum Beispiel noch keine Lösung für Steuerberater oder Treuhänder gefunden, welche eine Person vertreten. Diese sollen in Zukunft bei ihren Mandanten die Unterschrift auf einer Freigabe-Quittung einholen können. (nas)