Kantonsrat Solothurn
«Machets guet»: Zwei Regierungsräte verabschieden sich, Nachfolgerin und Nachfolger übernehmen

Der Solothurner Kantonsrat hat an seiner Session vom Mittwoch die CVP-Regierungsräte Roland Heim und Roland Fürst verabschiedet. Die frisch gewählten Sandra Kolly (CVP) und Peter Hodel (FDP) wurden vereidigt.

Noëlle Karpf
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Der neue Regierungsrat (v.l) Peter Hodel, Remo Ankli, Susanne Schaffner, Brigit Wyss und Sandra Kolly - begrüsst von Ratspräsident Hugo Schumacher (linker Bildrand).

Der neue Regierungsrat (v.l) Peter Hodel, Remo Ankli, Susanne Schaffner, Brigit Wyss und Sandra Kolly - begrüsst von Ratspräsident Hugo Schumacher (linker Bildrand).

José R. Martinez

Mit «Tschüss zäme» (Roland Heim) und «Machets guet» (Roland Fürst) verabschiedeten sich gestern die beiden Solothurner CVP-Regierungsräte nach ihren jeweiligen Abschlussreden vom Kantonsrat. Die Verabschiedung von Bau- und Justizdirektor Fürst sowie Finanzdirektor Heim war das letzte Traktandum der gestrigen Kantonsratssession im Grenchner Velodrome.

Hugo Schumacher (Mitte) würdigte Roland Fürst (links) und Roland Heim.

Hugo Schumacher (Mitte) würdigte Roland Fürst (links) und Roland Heim.

José R. Martinez

Das Amt angetreten haben die beiden CVP-Politiker 2013; beide geben ihren Sitz Ende Monat auf eigenen Wunsch ab. Unter anderem diese zwei Punkte erwähnte Kantonsratspräsident Hugo Schumacher in seiner Würdigung des Duos – und natürlich, die Tatsache, dass beide Roland heissen. «Der Mächtige, der Ruhmreiche, der Wagemutige» – diese Bedeutung stehe hinder dem Vornamen, erklärte Schumacher. Und beide Rolands hätten für das Land Solothurn sehr wohl ruhmreich agiert.

In der Rede ging der Ratspräsident auch auf die Nachnamen der Abtretenden ein. Schumacher betonte dabei, Fürst sei ein umgänglicher «Chrampfer» gewesen, kooperativ bodenständig. Kurz gesagt: Er heisse Fürst– der 60-Jährige habe sich aber nie wie einer aufgeführt.

Der abtretende Bau- und Justizdirektor Roland Fürst mit Ratspräsident Schumacher.

Der abtretende Bau- und Justizdirektor Roland Fürst mit Ratspräsident Schumacher.

José R. Martinez

Heim beschrieb der Ratspräsident als einer, der unscheinbar daherkomme, der’s dann aber faustdick hinter den Ohren habe, oder eben «heimlifeiss» sei.

Der abtretende Finanzdirektor mit Ratspräsident Schumacher.

Der abtretende Finanzdirektor mit Ratspräsident Schumacher.

José R. Martinez

Nebst dem Exkurs in Namenskunde ging’s auch um die grössten Meilensteine in der Karriere der abtretenden Regierungsräte. Bei Baudirektor Fürst sind das etwa der Neubau des Bürgerspitals, oder die Ansiedlung von Biogen in Luterbach. Beim 66-jährigen Finanzdirektor die STAF (Steuerreform und AHV-Finanzierung) – als oberster Personalchef habe sich Heim aber auch sehr für die Mitarbeitenden des Kantons eingesetzt.

Eine Vereidigung und ein «Intermezzo»

Gestern wurde im Kantonsrat aber nicht nur verabschiedet, sondern auch vereidigt. Die im Rahmen des zweiten Wahlgangs vom 25. April in die Regierung gewählten Mitglieder Sandra Kolly (CVP) und Peter Hodel (FDP) hatten ebenfalls ihren Auftritt. Sie walten ab dem 1. August neben den drei bisherigen Remo Ankli (FDP), Susanne Schaffner (SP) und Brigit Wyss (Grüne) im Regierungsrat.

Frisch vereidigt: Sandra Kolly (CVP) und Peter Hodel (FDP).

Frisch vereidigt: Sandra Kolly (CVP) und Peter Hodel (FDP).

José R. Martinez

Im Rahmen eines kleines «Intermezzos» zwischen Vereidigung und Verabschiedung, wie’s Hugo Schumacher ausdrückte, wurde dann noch einer verabschiedet, der nicht Politiker, aber irgendwie trotzdem Teil des Parlaments war: Polizist Rolf Schmid, der seit 2001 als Sicherheitsfachmann das Parlament und seine Sessionen begleitet hat.

Hugo Schumacher verabschiedete auch den Polizisten Rolf Schmid, der den Kantonsrat seit rund 20 Jahren begleitet hat.

Hugo Schumacher verabschiedete auch den Polizisten Rolf Schmid, der den Kantonsrat seit rund 20 Jahren begleitet hat.

José R. Martinez

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