Galerie Medici Solothurn

Jedes ein Unikat aus einer limitierten Linie: Die tanzenden «AVAs» aus Glas

Der Kunstraum Medici, Solothurn, zeigt anmutige Vasenobjekte aus Glas und Porzellan von Elisabeth Schwarzenbeck.

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Glaskunst in der Galerie Medici.

Glaskunst in der Galerie Medici.

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Wie aparte, eigenwillig sich formierende Ballerinen präsentieren sich diese gleichartigen, aber nicht gleichförmigen, gläsern schimmernden Vasenobjekte, die Roberto Medici und Brigitte Plüss Medici zu einem zartfarbenen Ensemble auf einem bühnenartigen Tisch choreografieren. Als Vasen oder auch als Gefässobjekte zu betrachten, in pastellfarbenen Farbmodulationen gehalten, gibt sich die Form klassisch schlicht und schnörkellos. Es ist eine zeitlose Urform – inszeniert mit einem oder auch zwei im gleichen Farbton gehaltenen, in der tänzerischen Bewegung pflanzlichen Blättern nachempfunden, gleichermassen gläsernem, schlankem Blatt oder Blättern. Und so, wie sich jede Vase einem vermassten Plan von Grösse, Durchmesser, Fussform orientiert, so ist doch jede Vase ein Unikat aus einer limitierten Ausgabe von 98 Objekten.

«AVA» ist die erste Edition unter dem Eigenlabel «ES», mit dem die 1965 geborene, in Solothurn aufgewachsene und in Bern Liebefeld lebende und tätige Grafikerin Elisabeth Schwarzenbeck ihren künstlerischen Weg entdeckt hat. Die Anregung fand Elisabeth Schwarzenbeck in der Berner Altstadt, in den verwitterten Sandstein-Terrassengärten. Nach ersten Experimenten fand die Künstlerin im Glas das geeignete Material. Aber die Glasbläserei ist nicht einfach und bedingt aufwendige Prozesse.

In Glasbläser Thomas Blank aus Bümpliz fand die ausgebildete Grafikerin jenen Fachmann, mit dem sie ihre künstlerische Vorstellung in die Tat, sprich im Glas, umsetzen konnte. (eb)

Bis 28. Oktober. Offen Do + Fr 14–18 Uhr, Sa 14–17 Uhr o. n. Vereinb. Tel. 032 622 81 71.