Kriminalität

Jagd auf die Mafia: Person im Kanton Solothurn verhaftet und ausgeliefert

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Die Verhaftung war Teil einer länderübergreifenden Operation. (Symbolbild)

Die Verhaftung war Teil einer länderübergreifenden Operation. (Symbolbild)

Pixabay

Ermittlungen gegen einen Mafia-Clan führten im letzten Dezember zu einer Verhaftung in der Schweiz: Im Rahmen der Operation «Rinascita-Scott» nahm die Polizei im vergangenen Dezember in einer koordinierten Aktion 334 Personen in Italien, Deutschland und der Schweiz fest. Gegenüber der SonntagsZeitung bestätigt das Bundesamt für Justiz (BJ), dass damals eine Person im Kanton Solothurn verhaftet wurde. «Nach Abschluss des ordentlichen Auslieferungsverfahrens wurde die Person am 5. März an Italien ausgeliefert», so das Bundesamt auf Anfrage.

Die Operation hatte offenbar Folgen: Letzte Woche wurde ein Mordkomplott gegen Italiens bekanntesten Mafia-Jäger, Staatsanwalt Nicola Gratteri, öffentlich. In einem Brief drohten Mafiosi des Mancuso-Clans «einen vertrauenswürdigen Mann mit der Durchführung des Mordplans beauftragt» zu haben. Die Polizei nimmt die Drohung ernst: Die Staatsanwaltschaft von Salerno bestätigte den Eingang des Schreibens.

Gratteri hatte unter anderem gegen den Mancuso-Clan ermittelt. Im Zuge der Ermittlungen erfolgten die Verhaftungen in mehreren Ländern. (chm)