Solothurner Aare

«Ich will aufrütteln»: Stand Up Paddler wehrt sich gegen SUP-Verbot

Seit Mitte September gilt auf zwei Abschnitten der Solothurner Aare ein Verbot für Stand Up Paddles. Die Bekanntgabe durch den Kanton führte zu heftiger Kritik. Nun wehrt sich auch ein Solothurner Stand Up Paddler öffentlich dagegen.

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«Das stinkt zum Himmel.» Der Solothurner Stand Up Paddler Christoph Wigger fasst deutliche Worte. Gegen das Stand Up Paddle Verbot, über das der Kanton diese Woche informiert hat. Es gilt innerhalb zweier Schutzzonnen der Aare (Abschnitte Lüsslingen-Solothurn; Feldbrunnen-Flumenthal).

Das Verbot, das laut zuständigem Amt zum Schutz der hiesigen Vögel, wie etwa Zwergtaucher, notwendig ist, hat schon für mehrere kritische Kommentare gesorgt. Wigger fasst aus Stand Up Paddler Sicht einige davon zusammen: Es bestehe überhaupt keine gesetzliche Grundlage - und es musse sehr komisch an, dass der Kanton das Verbot nun für SUPS erlasse; nicht aber etwa für Ruderboote.

Auf diese «Widersprüche» wolle er aufmerksam machen. Wie bereits Kommentarschreiber auf Social Media oder Leserbriefschreiberinnen dieser Zeitung spricht der Stand Up Paddler auch von «Lobbyismus» und davon, dass der Kanton nur jetzt über das Verbot informiere, weil er damit für das Jagdgesetz, über welches am 27. September abstimmt, weibeln wolle.

Nicht ganz so energisch wie der Paddler, aber ebenfalls kritisch äussert sich Christoph Burgherr, Campingleiter des TCS Camping in Solothurn. Burgherr vermietet seit Jahren SUPS auf der Aare, beim TCS Camping befindet sich ein beliebter Einstiegsort und seit Kurzem sogar ein Einstiegssteg - auch für Paddler. «Wir könnten damit leben, wenn das Verbot nur ein paar Monate lang, im Winter, gelten würde», meint Burgherr - das Verbot gilt aber das ganze Jahr über. Man wolle nun auf konstruktive Weise Lösungen finden, so Burgherr, die Emotionen bei diesem sehr emotionalen Thema auf der Seite lassen. (nka)