Solothurner Holz
Holzmarkt stark belastet – Trockenmonate haben dem Wald noch mehr zugesetzt

Schon mehrfach war zu lesen, dass der Wald im Kanton Solothurn leidet. Auch jetzt berichtet die Arbeitsgruppe «Pro Holz Solothurn» von «grossen Sorgen», welche derzeit die Wald- und Holzwirtschaft umtrieben.

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Der Holzmarkt sei durch das Überangebot von Sturm- und Käferholz und billigen Import stark belastet, meint Pro Holz Solothurn.

Der Holzmarkt sei durch das Überangebot von Sturm- und Käferholz und billigen Import stark belastet, meint Pro Holz Solothurn.

Keystone/ALEXANDRA WEY

Konkret: «Die Sturmereignisse und Sommertrockenheit der vergangenen Jahre haben dem Wald zugesetzt: Im Jura sind die Buchen geschwächt, im Mittelland leiden besonders Fichten und Tannen.» Und dazu kommt jetzt eben noch: «Die langanhaltende Trockenperiode im März/April dieses Jahres hat die Entwicklung der Borkenkäfer weiter begünstigt.» Da helfe nur konsequentes Handeln: Befallene Bäume müssten zur Sicherheit der Waldbesuchenden rasch geschlagen und aus dem Wald abgeführt werden.

Auch in einem anderen Bereich fordert Pro Holz Solothurn konkretes Handeln: Der Holzmarkt sei stark belastet – durch das Überangebot von Sturm- und Käferholz und billigen Import. Die Coronakrise habe die Situation noch zusätzlich verschärft: «Grosse Sägereien mussten ihre Produktion stark drosseln, und der Export von Holz und Holzprodukten ist praktisch zum Erliegen gekommen.» Deshalb sei jetzt ein Umdenken nötig. «Private und öffentliche Bauherrschaften sind aufgerufen, jetzt Bauprojekte anzuschieben, diese mit Schweizer Holz zu realisieren und mit Schweizer Holz zu heizen.» Dieses Jahr, da ja Ferien in der Schweiz ein grosses Thema seien, werde auch «der Wald als Naherholungsraum entdeckt.» Diese Faktoren sollen positiv genutzt werden «und so einem der wenigen Rohstoffe, dir vor unserer Haustüre wachsen, zum Höhenflug verhelfen». (szr)

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