Bielersee-Schifffahrt

Hochwasser gebannt: Aare-Schiffe starten am Samstag in die Saison

Das Wetter bessert sich. Das erlaubt es der Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft AG (BSG) die Schifffahrt auf der Aare zwischen Biel und Solothurn am Samstag aufzunehmen. Für die Kursschiffe bedeutet dies den Start in die Saison 2015.

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Die MS Rousseau wird bald wieder in Solothurn anlegen. (Archiv)

Die MS Rousseau wird bald wieder in Solothurn anlegen. (Archiv)

Hansjörg Sahli

Eigentlich hätten die Schiffe am Ostersamstag, 9.Mai, ihre Fahrt zwischen Biel und Solothurn aufnehmen sollen. Der Saisonstart fiel aber gänzlich ins Wasser. Die heftigen Regenfälle Anfang Mai führten zu Hochwasser, was das Befahren mit den Kursschiffen verunmöglichte.

Die Wetterprognosen und die aktuelle Wetterlage haben sich nun stark verbessert, deshalb wird die BSG am Samstag die Aarefahrt aufnehmen können, teilt diese mit.

«Rechtzeitig auf das Pfingstwochenende können wir endlich den Betrieb aufnehmen», sagt BSG-Geschäftsführer Thomas Erne, hörbar erleichtert am Telefon.

72 Aarefahrten ausgefallen

Die Folgen für das Schifffahrtsunternehmen sind unerfreulich. Allein auf der Aarestrecke beträgt der Ausfall 12 Betriebstage. Das heisst, bis und mit heute sind 72 Schiffsfahrten ausgefallen. Damit sei der Monat Mai fast ein Totalausfall für diese Saison, folgert Erne.

Die Folgen auf die Passagierzahlen könnten noch nicht abgeschätzt werden. Allzu heftig dürfte der Ausfall aber nicht sein, gehört der Mai doch nicht zu den Spitzenmonaten. In den vergangenen Jahren zählte die BSG im Mai jeweils zwischen 7000 und 8500 Fahrgäste.

Weniger schlimm war die Schifffahrt auf dem Bielersee betroffen. Dort war der Betrieb wegen Hochwasser vom 5. bis und mit 12. Mai unterbrochen und auf der Drei-Seen-Fahrt Bieler-, Neuenburger- und Murtensee) einen Tag länger. «Insgesamt mussten wir auf allen Strecken 147 Schiffsfahrten annullieren», rechnet Erne vor.

Erstmals im laufenden Jahr wird das Schifffahrtsunternehmen morgen Samstag das ganze Streckennetz betreiben. «Wir hoffen nun, dass die Wetterbesserung nachhaltig ist und wir für den Rest der Saison den Betrieb auf Volltouren führen können.» (fs/szr)