Krankenkassenprämien

Gesundheitsdirektorin Schaffner: «Ich bin erfreut über die annähernde Nullrunde bei Prämien»

Die mittlere Prämie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung steigt im Kanton Solothurn im nächsten Jahr nur um 0.1 Prozent. Gesundheitsdirektorin Susanne Schaffner ist zufrieden mit der Entwicklung.

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Susanne Schaffner ist zufrieden mit der Entwicklung der Krankenkassenprämien.

Susanne Schaffner ist zufrieden mit der Entwicklung der Krankenkassenprämien.

mls/key

Für einmal gibt es gute Nachrichten von der Krankenkassenprämien-Front für die Solothurnerinnen und Solothurner. Im Kanton steigt die mittlere Prämie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im nächsten Jahr nur leicht um 0,1 Prozent. Die mittlere Prämie entspricht dabei der durchschnittlichen Prämienbelastung pro Person. Im Detail sieht es so aus:

Für Solothurner Erwachsene ab 26 Jahren erhöht sich die Monatsprämie – inklusive Wahlfranchisen und -modelle – im Durchschnitt um 0,2 Prozent auf 372.20 Franken. Die mittlere Prämie für diese Bevölkerungsgruppe wird um 70 Rappen teurer.

Für junge Erwachsene im Alter von 19 bis 25 Jahren steigt die Prämienbelastung im Durchschnitt um 0,1 Prozent auf 254.60 Franken. Die Differenz zum laufenden Jahr beträgt 20 Rappen.

Für Kinder bis 18 Jahre reduziert sich die mittlere Prämie um 0,1 Prozent oder um 10 Rappen auf 96.50 Franken.

Nur bedingt eine Überraschung

«Ich bin erfreut über die annähernde Nullrunde», sagt Gesundheitsdirektorin Susanne Schaffner auf Anfrage. Insbesondere, weil es eine «gute Nachricht für die Solothurner Bevölkerung» sei. Mit Befriedigung zur Kenntnis genommen hat die Vorsteherin des Departements des Innern zudem, dass die an sich schon moderate Prämienentwicklung im Kanton gar noch unter dem Schweizer Durchschnitt liegt.

Eine Überraschung ist die Nachricht allerdings nur bedingt. Man habe damit rechnen können, so Schaffner, dass die Prämien nicht so stark steigen würden. Zurückzuführen ist dies auf die Tatsache, dass die Krankenversicherungen nach wie vor auf hohen Reserven sitzen. Der Abbau derselben geht nur schleppend voran, obwohl der politische Druck nicht zuletzt der Kantone hoch ist.

Auch die Solothurner Gesundheitsdirektorin hat denn auch Erwartungen, dass die Reserven nicht einfach weiter geäufnet werden, sondern dazu verwendet werden, die Prämienentwicklung auch in den kommenden Jahren in einem möglichst moderaten Rahmen halten zu können.

Dass die Krankenversicherungen im Zusammenhang mit den Kosten der Corona-Pandemie ihren Beitrag leisten – zum Beispiel wenn es um die Ertragsausfälle und Mehraufwendungen in den Spitälern geht –, ist nach Aussage von Schaffner zwar ein berechtigtes Anliegen. Zentral ist für sie aber, dass die Prämienlast für die Einwohnerinnen und Einwohner tragbar bleibt.