Hitzesommer

Die Waldbrandgefahr ist «erheblich»

Der kurze Regen am Sonntagabend half nur wenig: Im ganzen Kanton herrscht Waldbrandgefahr. Die kantonale Katastrophenvorsorge empfielt deshalb Vorsichtsmassnahmen.

Lucien Fluri
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Vorsicht, es herrscht Waldbrandgefahr.

Vorsicht, es herrscht Waldbrandgefahr.

Im ganzen Kanton Solothurn herrscht eine «erhebliche Wald- und Flurbrandgefahr». Dies schreibt die Abteilung Katastrophenschutz des kantonalen Amtes für Militär- und Bevölkerungsschutz in einer Lagebeurteilung. Der Grund dafür: Seit vorvergangenem Samstag gab es im ganzen Kanton Solothurn kaum mehr Niederschläge mehr. Dazu blies eine mässige bis frische Bise.

«Die Kombination dieser Faktoren liess die Streuschicht sowie die obersten Zentimeter des Bodens austrocknen», heisst es beim Kanton. In Regionen mit erheblicher Wald- und Flurbrandgefahr könnten deshalb Flächenbrände entstehen. «Bei zunehmendem Wind und/oder in Lagen mit einem grossen Anteil dürrer Vegetation kann die Waldbrandgefahr lokal höher sein.»

Der Regen am Sonntagabend habe höchstens eine leichte Entspannung gebracht, sagt Ruedi Junker, Leiter Katastrophenvorsorge. An der Gesamtbeurteilung ändert der Regen nichts, auch weil er nur lokal war. Am Donnerstag wird die Lage erneut beurteilt. Beim Katastrophenschutz geht man davon aus, dass die Waldbrandgefahr im ganzen Kanton langsam ansteigt. (sks)

Vorsicht, damit nicht der ganze Wald brennt

Die kantonale Katastrophenvorsorge empfiehlt, sich an die folgenden allgemeinen Regeln zu halten, um Waldbrände zu vermeiden:

- Brennende Zigaretten und Zündhölzer nie wegwerfen.

- Beim Grillieren fest eingerichtete Feuerstellen verwenden.

- Sich über die lokale Gefahrensituation informieren, wenn man im Freien ein Feuer machen will.

- Feuerverbote unbedingt einhalten.

- Informationen aus Internet, Radio und Fernsehen sowie in Zeitungen beachten.

- Feuer laufend überwachen und allfälligen Funkenwurf sofort löschen.

- Grill-/Feuerstellen und deren Umgebung nur im absolut gelöschten Zustand verlassen.

- Bei starken und böigen Winden auf Feuer im Freien unbedingt verzichten.

- Feuerwerkskörper jeweils nur an Orten mit ausdrücklicher Bewilligung der zuständigen Standortgemeinde abfeuern. (mgt)