Kantonsratspräsident

Christian Imark als höchster Solothurner: «Es war mir eine grosse Ehre»

Der Kantonsratspräsident des Jahres 2012, Christian Imark, leitete diese Woche seine letzte Sitzung des Solothurner Parlaments. Es sei für ihn eine grosse Ehre gewesen, so viel Freizeit zu investieren, sagt der Schwarzbube.

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Das SP/SVP-Duo an der Spitze von Exekutive und Legislative im Jahr 2012: Landammann Peter Gomm (SP) und Kantonsratspräsident Christian Imark (SVP) (rechts).Ueli Wild

Das SP/SVP-Duo an der Spitze von Exekutive und Legislative im Jahr 2012: Landammann Peter Gomm (SP) und Kantonsratspräsident Christian Imark (SVP) (rechts).Ueli Wild

Ueli Wild

Wirklich aufmerksam hörten die Herren und Damen Kantonsräte gestern Mittwoch eigentlich nur ihm zu, Christian Imark, abtretendem Kantonsratspräsidenten des Jahres 2012. Und sie quittierten seine Schlussansprache mit lang anhaltendem Applaus; dem verdienten Lohn für die tadellose Leistung des gerade mal 30-Jährigen, der sein Amt mit einer Seriosität, die ihresgleichen sucht, angetreten und ausgeübt hat. Kaum jemand wird wohl bestreiten, dass sich in seiner Ratsführung Souveränität, Fairness und Unparteilichkeit mit jugendlichem Schwung und Schalk auf glückliche Weise verbanden.

Der Schwarzbube aus Fehren überliess den Erfolg seines Jahres als höchster Solothurner nicht dem Zufall. Im Rahmen einer Weiterbildung an der Zürcher Fachhochschule in Winterthur hat er im Herbst 2010 sein ganz persönliches Konzept zur Führung des Kantonsparlaments und zur Interpretation dieses Amtes verfasst. «Ich verzichte darauf nachzuweisen», meinte Imark bescheiden, «ob alle definierten Ziele vollumfänglich erreicht wurden.» Viel wichtiger sei es für ihn, «überhaupt Ziele und einen klaren Leitfaden zu haben».

Manchmal brauchts klare Worte

In seinem Bemühen, einen fairen und reibungslosen Parlamentsbetrieb sicherzustellen, sei er sicher auch mal dem einen oder anderen auf die Füsse getreten, sagte Imark – und fügte schalkhaft bei: «Falls es nicht berechtigte gewesen sein sollte, entschuldige ich mich dafür.» Aber es gebe eben auch Situationen, welche eine «klare und unmissverständliche Kommunikation» erfordern. Mit entwaffnender Ehrlichkeit stellte Christian Imark weiter fest, dass das Kantonsratspräsidium eine «unglaublich anstrengende Tätigkeit» gewesen sei, die er «aber dennoch unglaublich gerne» ausgeführt habe.

Und: «Es war mir eine grosse Ehre, ein höchstes Mass an meiner persönlichen Freiheit zu investieren» für den Besuch von rund 220 Anlässen und Versammlungen, «aber auch für den Erhalt und die Pflege des Mythos des Kantonsratspräsidenten». Für Schmunzeln sorgte gegen Ende seine Ansprache eine Liebeserklärung an die «schmucke und charmante Barockstadt» Solothurn: «Ich fühle mich in dieser Stadt rundum wohl», bekennt der Schwarzbube und Landmensch. «Und ich kann mir sogar vorstellen, mich dereinst hier niederzulassen.» (esf, uw)