Stadtbummel
Die Gastrobranche lebt, die Gerüchteküche brodelt, das Velodrome wird ausgezeichnet

André Weyermann
André Weyermann
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Die Swatch GV im Tissot-Velodrome ist einer der Events, die die Halle auszeichnungswürdig gemacht haben.

Die Swatch GV im Tissot-Velodrome ist einer der Events, die die Halle auszeichnungswürdig gemacht haben.

Oliver Menge

Haben wir das Ärgste hinter uns? Das wird die Zukunft zeigen müssen. Der Stadtbummler freut sich auf jeden Fall, dass so langsam wieder Bewegung in die Stadt kommt, auch wenn sie noch nicht so pulsieren mag, wie das in «normalen» Zeiten der Fall ist. Immerhin, sportliche Anlässe finden wieder statt, die Kultur meldet sich ebenfalls zurück und an den Stammtischen wir erneut geplaudert, polemisiert, behauptet, friedlich gestritten oder einfach nur «gequatscht». Die Gastrobranche, besonders schwer betroffen in den letzten 15 Monaten, hat sich erstaunlich resistent gezeigt. Befürchtungen, es käme zu einer Ausdünnung des Angebotes haben sich bisher nicht bestätigt. Schön so. Und trotzdem ist nicht alles beim Alten geblieben. Das Feldschlösschen ging in neue Hände über, das Britannia Pub (für erfahrene Grenchnerinnen und Grenchner: der ehemalige Bären) scheint unter frischer Leitung seine frühere eklatante Formbaisse weit hinter sich gelassen zu haben.

Zu einigen Spekulationen und Gerüchten gab das «Mazzini» Anlass. Richtig ist: Der Garagist und einflussreiche Politiker Ivo von Büren hat die Liegenschaft gekauft. Richtig ist aber auch, dass das beliebte Lokal an der Kirchstrasse weiterhin durch den erfahrenen Luigi «Gigi» Tundo und seinem Team geführt wird. «Ich plane in dieser Hinsicht keinerlei Änderungen» betonte Ivo von Büren im Gespräch mit dem Stadtbummler. Vergessen Sie also, werte Leserin, werter Leser anderslautendes Geschwätz, welches hie und da herumgeboten wurde.

Positive Werbung für unsere Stadt hat wieder einmal das Velodrome gemacht. Bei den Swiss Location Award wurde der «Radtempel» mit dem Prädikat «Ausgezeichnet» in der Kategorie Eventhallen bedacht. Der Stadtbummler zieht den Hut vor der engagierten Truppe um Geschäftsführer Peter Wirz. Der Schreibende kennt die markante Mehrzweckhalle vor allem von den faszinierenden Radsportanlässen her. Und er darf mit Freuden feststellen, dass Schweizer Radcracks in der letzten Zeit mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben (Stefan Küng, Stefan Bissegger, Gino Mäder und natürlich Marc Hirschi). Sie alle lieferten sich im Schweizer Nationalstadion schon grossartige Wettkämpfe, hautnah und für wenig Geld konnten sie bewundert werden. Selbst ein Schwatz mit dem einen oder anderen lag damals noch drin. Nach den Olympischen Spielen werden sich wieder Weltklasse-Athleten und Nachwuchsfahrer ein Stelldichein im ultraschnellen Oval geben. Nehmen Sie die Gelegenheit zu einem Besuch wahr. Es gibt doch nichts Schöneres, als vor den Kollegen dereinst zu prahlen, den einen oder anderen zukünftigen Champion habe man live und aus nächster Nähe bereits in Aktion gesehen.

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