Kunstsammlung Rentsch
Eine typische Atelierszene des jungen Künstlers, mit Mutter und Ehefrau

Im Hinblick auf den Bau ihres Kunst-Schaulagers in Grenchen zeigen Christine und Hanspeter Rentsch einige ihrer Bilder und sagen, was sie ihnen bedeuten. Heute: Max Gubler, «Künstleratelier».

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Das Bild «Künstleratelier» von Max Gubler (1898-1973) zeigt eine typische Atelierszene des Künstlers. Der jüngere Maler sitzt konzentriert in der linken Bildhälfte an seiner Staffelei und malt seine Mutter, die etwas im Hintergrund als Modell posiert. Rechts im Vordergrund sitzt die Ehefrau des Künstlers, vertieft in eine Handarbeit. Die Rottöne ihres Kleides korrespondieren mit dem Rot der hinteren Wand. Die Blautöne des Kleides der Mutter und eines Teils der Wand wiederholen sich im blauen Himmel, der durch das Atelierfenster sichtbar ist. Ein ähnliches Bild befindet sich im Besitz des Kunstmuseums Solothurn.

Der Zürcher Künstler Max Gubler war zeitlebens hochgeschätzt, geriet aber nach seinem Tod etwas in Vergessenheit. Vielfach hat Max Gubler ein Motiv in mehreren Fassungen oder in Reihen entwickelt. Ersten Impressionen der Natur folgen Phasen der Verdichtung und Klärung bis zum endgültigen Werk. Ende der Vierziger Jahre schlägt Gubler eine neue Richtung ein. Er behält zwar im Wesentlichen das Figurative bei, er reduziert aber die Lesbarkeit der Gegenstände und öffnet den Blick auf eine hintergründige, symbolhafte Wirklichkeit (Viola Radlach, SIKART, 1998, 2011).

«Wir sind schon sehr früh mit dem Werk Gublers in Kontakt gekommen, da das Kunstmuseum Solothurn über eine reichhaltige Sammlung seiner Werke verfügt. Erste Ankaufsmöglichkeiten ergaben sich aber erst relativ spät. Heute verfügt die Sammlung über ein schönes abgerundetes Ensemble seiner Werke (Paolo, Künstleratelier, Landschaften, Stillleben).»

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