Noch einmal verschoben

Internationale Musikwoche Grenchen findet erst im 2022 statt

Die IMG Grenchen wird schon zum zweiten Mal verschoben: Von Januar/Februar 2021 auf April/Mai 2022. Sicherheitsbedenken, Reiseeinschränkungen, ständig wechselnde Quarantänebestimmungen und fehlende Planungssicherheit gaben den Ausschlag zum Entscheid.

Oliver Menge
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Aldo Bigolin und Felix Heri

Aldo Bigolin und Felix Heri

Oliver Menge

Einfach sei ihnen der Entscheid nicht gefallen, sagen Aldo Bigolin, Präsident des Vereins Kuratorium IMG Grenchen, und Felix Heri, der künstlerische Leiter der IMG, beim Pressetermin mit ihrem Medienpartner, dem «Grenchner Tagblatt».

Aber angesichts der herrschenden Unsicherheit, wie sich die Coronapandemie weiterentwickelt, und aufgrund der schnell wechselnden Reisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen, hätten sie gar keine andere Lösung gesehen, als die Internationale Musikwoche Grenchen nochmals um ein Jahr zu verschieben.

Das sind die Gründe, die für eine Verschiebung sprachen

Die gute Nachricht vorweg: Die IMG wird auf April/Mai 2022 verschoben und findet mit demselben Programm statt wie ursprünglich geplant. «Wir haben natürlich schnell Kontakt mit den Sponsoren gesucht und können erleichtert mitteilen, dass sie alle ein Commitment abgegeben haben, uns auch im 2022 zu unterstützen», sagt Bigolin.

Der Entscheid, die internationale Musikwoche Grenchen, bestehend aus dem 13. Musikpreis Grenchen, den Galakonzerten, dem vierten internationalen Solistenwettbewerb und der Beteiligung lokaler Vereine, um ein Jahr zu verschieben, sei in Absprache mit allen beteiligten Partnern gefallen. Für den Musikpreis, bei dem sich Blasorchester der ersten Klasse und der Höchstklasse messen, hatten der Titelverteidiger, die Concordia Fribourg, und auch die Stadtharmonie Zürich Oerlikon-Seebach für 2021 bereits abgesagt. So ein Orchester bestehe aus 60–80 Musikerinnen und Musikern. «Das Gewährleisten der erforderlichen Schutzkonzepte wäre sehr schwierig gewesen», sagt Heri.

Dasselbe Programm

Zwar hätte man die Bühne des Parktheaters vergrössern können, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Aber die Vorbereitungslokale für die anderen Wettbewerbsteilnehmer hätten schlicht gefehlt. «Faire Wettbewerbsbedingungen wären unter diesen Umständen nicht gewährleistet», sagt Heri. Für 2022 wurden alle Vereine wieder eingeladen. Sie haben Zeit bis Mitte November, sich für oder gegen eine Teilnahme zu entscheiden.

Für die Galakonzerte wurden Orchester mit internationaler Besetzung gebucht. Alleine beim Konzert mit Johnny Logan aus Irland, zusammen mit der Dani Felber Big Band, stehen Musiker aus zwölf Nationen auf der Bühne. Ganz zu schweigen von der Warschauer Kammerphilharmonie, die aus Polen anreist. Eine gute Nachricht auch hier: Alle für 2021 vorgesehenen Orchester werden 2022 mit demselben Programm auftreten, wie das für nächsten Januar/Februar geplant war.

Solistenwettbewerb wäre nicht möglich gewesen

Den Solistenwettbewerb durchzuführen, wäre im Januar/Februar nächsten Jahres unmöglich gewesen, mit Solisten aus 17 Ländern, darunter China und Länder in Südamerika, sowie Jurymitgliedern aus fünf verschiedenen Ländern, erklärt Bigolin. «Wegen der Altersbegrenzung auf 30 Jahre werden wir diesen Wettbewerb für 2022 nochmals ausschreiben.»

Und nicht zuletzt wäre das finanzielle Risiko zu gross gewesen, weil unklar ist, wie viel Publikum in vier Monaten überhaupt zugelassen wird, je nach Entwicklung der Pandemie.
Die letzten der guten Nachrichten: Sämtliche Tickets behalten ihre Gültigkeit oder werden unbürokratisch rückerstattet, und kommenden September findet ein Rememberkonzert im Parktheater statt.
Weitere Informationen und detailliertes Programm: www.img-grenchen.ch