Fasnachtsbeginn

Die Narren besetzen das Stadthaus

Heute, an Hilari, wird in Grenchen offiziell die fünfte Jahreszeit eingeläutet. Traditionsgemäss reissen die Narren an diesem Tag die Macht über die Stadt an sich und erklären die Fasnacht für eröffnet.

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Die Fasnachtsplakette 2011. zvg

Die Fasnachtsplakette 2011. zvg

Solothurner Zeitung

Blutig wird der Putsch nicht über die Bühne gehen, aber erfahrungsgemäss feucht-fröhlich – ein Apéro wird offeriert. Begleitet wird die Machtübernahme durch die passend schrägen Töne der Grenchner Guggenmusiken. Wie genau die Fasnächtler Stadtpräsident Boris Banga vom Thron stossen wollen, verrät Obernarr Thomas Meister nicht. Erst am Aschermittwoch, nach dem Böögverbrennen, erhält Banga das Zepter zurück.

Der Putsch startet am Donnerstag, 13. Januar, um 18.30 Uhr vor dem Stadthaus. Die Narren hoffen auf grosse Unterstützung. Um Farbe zu bekennen, wird geraten, sich das offizielle Wappen der Grenchner Fasnächtler an die Brust zu stecken. Die Fasnachtsplakette 2011 gelangt an diesem Tag in den Verkauf.

Gestaltet wurde das Sujet erstmals von der Dolce-Vita-Zünftlerin Alexandra Mariani. Sie hat das Motto «Rütsch zueche» optisch umgesetzt. Die Silber-Plakette kostet 8 Franken, die goldene ist für 30 Franken erhältlich und die Gönner-Plakette gibt es ab 50 Franken. Ab einem Preis von 200 Franken kann eine der auf 44 Stück limitierten Lithografien des Sujets gekauft werden. Bestellungen sind möglich über obernarr@bluewin.ch oder 076 491 80 95.

Nebst den traditionellen Anlässen stehen heuer drei wichtige Neuerungen an. Nach einem Jahr Pause findet der Fasnachts-Plausch wieder am Wochenende vor dem Schmutzigen Donnerstag im Parktheater statt. Neu ist, dass die Narren dabei nur noch am Samstagabend ihre Sketche vorführen.

Wieder ins Leben gerufen wird auch der Fackelumzug am 3. März um 20 Uhr. Begleitet werden die Narren dabei von Schulklassen mit ihren selbst gebastelten Laternen. Der Kinderumzug findet dieses Jahr wieder am Schmutzigen Donnerstag statt. Im letzten Jahr zogen die Kleinen erst am Fasnachts-Dienstag durch die Stadt, weil der Schmutzige Donnerstag auf die Schulferien fiel. (mgt)