Lengnau

Die Dreifachsporthalle fügt sich in den Campus ein

Rohbau, Dach und Entlüftung der Dreifachsporthalle sind fertiggestellt. Die grosse Halle im Zentrum von Lengnau wirkt von aussen kleiner als erwartet.

Margrit Renfer
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Noch im Rohbau wirkt die Dreifachturnhalle von aussen kleiner, als sie ist.

Noch im Rohbau wirkt die Dreifachturnhalle von aussen kleiner, als sie ist.

Margrit Renfer

Die riesige Baugrube für die Dreifachhalle im letzten Sommer bei der Grundsteinlegung ist noch in bester Erinnerung. Nach einem Jahr bleibt das eineinhalb Millionen teure «Loch» nur noch erahnt. Es ist ausgefüllt durch den Rohbau der Dreifachturnhalle mit der Bibliothek und der Autoeinstellhalle.

Bereits zeigt sich; die neue Dreifachsporthalle fügt sich trotz ihrer Dimension ordentlich in die Schulanlagen Dorf mit den bestehenden Schulhäusern im Norden und den im Bau befindlichen Kindergärten im Süden ein.

Grundwasser wurde nicht zum Problem

Während es bis zur Baubewilligung im April 2018 Jahre dauerte, geht es seit Baubeginn am 1. April 2019 mit Riesenschritten vorwärts. Das mit den Auflagen verlangte Kiesbett wurde in die Baugrube eingebaut, die Grube mit Spundwänden abgesichert.

Wie von den Planern vorausgesagt, hatte es kein Grundwasser und die Baugrube wurde nie geflutet. Alle Bauarbeiten verliefen bis jetzt nach Plan, mit dem Innenausbau wurde begonnen. Am Samstag, 5. September, findet ein Tag der offenen Tür für die Bevölkerung statt. Direkt nach den Sportferien am 22. Februar 2021 kann die Schule die Halle nutzen.

Die Bibliothek wird eröffnet, die Sportvereine können ihre Trainings aufnehmen. «Trotz der zusätzlichen Auflagen und des viel höheren Preises für Eisen, und davon benötigten wir viel, sind wir mit den Kosten auf Kurs», sagt Bauausschuss-Präsident Frank Huber. Der Kredit für die Halle beträgt 13,9 Millionen Franken. Dies sei auch so dank der guten Arbeit des Architektenteams von Baderpartner AG, Architekt Kurt Aellen und des Kernteams mit Rolf Clavadetscher und Herrmann Wüger.

Viel Licht, aber keine direkte Sonneneinstrahlung

Viel Licht und ausgefeilte Details fallen bei der Besichtigung im Innern der Halle im Rohbau auf. Der Hauptzugang zum grosszügigen Foyer mit Küche und dem Besuchergang ist bodeneben. Die zurückversetzten Säulen lassen dem zukünftigen Zuschauer einen freien Blick aufs gesamte Hallengeschehen.

Die einzelnen Hallenteile lassen sich bei Bedarf auch im Zuschauerteil abtrennen. Die Hallenbenutzenden begeben sich vom Eingang die Treppe runter zu den Garderoben unterhalb des Foyers. Die Halle selber ist lichtdurchflutet, wobei die Sonneneinstrahlung genau berechnet wurde, damit es nicht blenden wird. Grosszügig erscheinender Platz für Material ist vorhanden. Von der Zufahrt zur Autoeinstellhalle mit 50 Parkplätzen kann Material eventuell für eine Ausstellung oder anderes direkt in die Halle gebracht werden. Das Sägemehl für den Schwingkeller kann direkt dort abgeladen werden.

Als verbindender Teil der Halle zu den Schulhäusern wirkt die Bibliothek über dem Foyer. Sie verfügt auch über einen eigenen Zugang von aussen. Hier entsteht eine Bibliothek, in der es sich verweilen lässt.

Grosse Distanzen müssen zurückgelegt werden

Gewöhnungsbedürftig oder gut für den Schrittzähler werden die Distanzen im neuen Gebäudekomplex sein.

Im Moment interessiert die Halle nicht nur die Schreibende. Die Verantwortlichen machen darauf aufmerksam, dass das Betreten der Baustelle ausserhalb des Besichtigungstermins verboten ist. Eltern werden darauf hingewiesen, dass dies auch für Kinder gilt.