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Kopie von Interview mit dem Geschäftsleiter der Hoher Kasten Drehrestaurant und Seilbahn AG Martin Ebneter

Martin Ebneter, Geschäftsleiter bei der Hoher Kasten Drehrestaurant und Seilbahn AG, über den Rekordsommer, seine Lieblingswege und den Konkurrenzkampf im Alpstein.
Michael Dietrich

Herr Ebneter, die Schweiz hat einen Rekordsommer hinter sich, inwiefern wirkte sich das auf Ihre Besucherzahlen aus?

Die Besucherzahlen sind leicht höher als in den Vorjahren. Dank des guten Wetters gab es jedoch keine Spitzentage, an welchen wir überrannt wurden. So durften wir eine sehr gleichmässige Auslastung der Seilbahn und des Drehrestaurants verzeichnen. Keine oder nur ganz kurze Wartezeiten bei der Seilbahn oder im Drehrestaurant führten zu einem sehr ausgeglichenen und angenehmen Betrieb für unsere Kunden aber auch für unser Personal von Seilbahn und Drehrestaurant.

Viele Wege führen auf den hohen Kasten, welcher ist ihr liebster?

Einen Lieblingsweg gibt es für mich nicht. Dank der riesigen Auswahl an Wanderwegen im Alpstein bevorzuge ich mal den einen, mal den anderen Wanderweg. Nach der Schneeschmelze sind es eher Wanderungen Richtung Kamor in die Region Fähnern und Forstseeli. Hier zeigt sich die Alpenflora schon im Frühling. Im Sommer und Herbst bevorzuge ich den Hohen Kasten als Ausgangspunkt für längere Wanderungen in höheren Regionen. Ein Highlight ist immer wieder die Gratwanderung Hoher Kasten – Staubern – Saxerlücke – Bollenwees. Für eine kurze Feierabendwanderung bietet sich der Abstieg in der Abendsonne über Ruhsitz nach Brülisau an.

Die Konkurrenz auf dem Alpstein ist gross, wie heben Sie sich ausser mit dem Drehrestaurant noch von den anderen Gipfeln ab?

Wir sehen unsere Kollegen von den anderen Seilbahnen im Alpstein nicht als Konkurrenten. Wir pflegen schon jahrelang einen freundlichen Austausch und jeder freut sich am Erfolg des andern. Jeder Berg hat seinen eigenen Charakter und bietet dem jeweiligen Gast das gewünschte, auf ihn passende, Bergerlebnis.

Unser grösster USP ist die 360° Rundumsicht mit dem Drehrestaurant auf dem eher sanften, nicht so felsigen und grösstenteils grünen Gipfel. Der Alpengarten mit seinen über 300 einheimischen Pflanzen, welcher vom barrierefreien Europa-Rundweg für jedermann einsehbar ist, wird sehr geschätzt.

Wir haben somit die Natur als Bühne und versuchen den Gipfel möglichst nicht zu verbauen oder zu stark zu inszenieren. Dies hebt uns auch von den meisten Mitbewerbern im Alpenraum ab, welche für ihr Publikum immer neuere, noch grössere aber auch kopierbare Attraktionen bauen.

Bemerken Sie im Zuge der Digitalisierung eine neue «Wandergeneration»?

Ein recht neues Phänomen hat sich in den letzten Jahren mit der Digitalisierung ergeben. Der Alpstein hat eine unglaubliche Dichte an instagramfähigen Aussichtspunkten. Dies zeigt sich vor allem daran, dass viele Gäste mit einem Instagrambild bei uns an den Schalter kommen und fragen wie sie diese Punkte erreichen können. Je stärker die Digitalisierung voranschreitet desto mehr spüren wir, dass unsere Gäste den Kontakt und die Beratung unserer Mitarbeiter schätzen.

Aktuell ist ca. die Hälfte unserer Kunden Ausflugsgäste, die andere Hälfte wandert von oder zum Hohen Kasten. Diese Zahl der Wanderer ist wachsend. Wir stellen ein starkes Bedürfnis bei jungen Gästen für ein Wandererlebnis im Rahmen von 2-3 Stunden fest. Trendige Bergsportbekleidung, der Wunsch nach naturnahen Erlebnissen kombiniert mit der Möglichkeit sich in einem der zahlreichen Berggasthäuser verpflegen oder übernachten zu können haben die letzten Jahren dazu beigetragen, dass Wandern wieder in ist. Die meisten Wanderer sind heute grösstenteils top ausgerüstet. Es fehlt momentan aber noch etwas das Wissen und die Sensibilität über das Verhalten in der Gebirgsnatur und die Gefahren in den Bergen. Die Eltern der jetzigen Wandergeneration gingen nicht mehr oft in die Berge wandern und konnten somit kaum Wissen weitergeben.

Bei uns sind die Badelatschenwanderer sehr selten am Berg anzutreffen.

Gibt es schon neue Visionen und Pläne um den Hohen Kasten noch beliebte zu machen?

Die Kapazität der Seilbahn und des Drehrestaurant sowie die Frequentierung der Wanderwege sind aus unserer Sicht optimal. Eine noch grössere Bekanntheit des Hohen Kasten hätte zur Folge dass wir an unsere Kapazitätsgrenzen kommen würden, was aus unserer Sicht kontraproduktiv für Seilbahn, die Gastronomie und vor allem für unsere Gäste wäre. Wir möchten weiterhin den Gästen Raum und Platz auf dem Gipfel lassen damit sie nicht zu grosse Massen antreffen und sich abgefertigt fühlen.
Alle paar Jahre versuchen wir neue Angebote zu kreieren, sind aber auch immer bereit, kaum oder nicht mehr genutzte Angebote wieder zu streichen. Bei all den geplanten Angeboten geht es uns darum das aktuelle Niveau, quantitativ zu halten und qualitativ zu steigern. Eine stärkere Frequentierung ist nicht unser Ziel.

Sie bieten den Abonnenten des St. Galler Tagblatts und seinen Regionalausgaben immer wieder AboPLUS-Spezialangebote an – wie laufen diese?

Die AboPLUS-Spezialangebote werden sehr stark genutzt. Die Leser des St. Galler Tagblatts sind alle in unserem Einzugsgebiet und freuen sich immer wieder, wenn der Hohe Kasten unter den AboPLUS Angeboten vertreten ist.

Würden Sie AboPLUS weiterempfehlen?

Hat man etwas Gespür wie die eigenen Kunden aber auch die AboPLUS-Leser ticken kann man stark von der Zusammenarbeit mit AboPLUS profitieren.

Mit AboPLUS haben wir die Möglichkeit potentiellen Kunden aus der Ostschweiz während der etwas weniger frequentierten Zeit ein sehr attraktives Angebot zu unterbreiten. Die Gäste treffen dann oftmals unerwartet eine herrliche Winterlandschaft an der Sonne und abseits vom Skirummel an.

Zu guter Letzt eine persönliche Frage: Sind Sie auch Privat gerne Gast auf dem Hohen Kasten?

Wenn immer möglich bin ich auch Privat auf oder am Hohen Kasten anzutreffen. Sei es mit meiner Frau zu einem Vollmonddinner im Drehrestaurant oder mit meinen Kindern, solange diese noch mitkommen, auf Wanderungen zu einem der Bergseen oder zum Trottifahren beim Ruhesitz.

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