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Otto Bantli heizt den Hip Hoppern am Open Air Frauenfeld ein – Tag und Nacht

Schon zum 24. Mal sorgt der Frauenfelder für die Feuerstellen am Open Air. Die Jugendlichen zollen dem 72-Jährigen Respekt für seinen Dienst, versorgen ihn zwischendurch auch mal mit einem Bier. Noch gut erinnern kann er sich ans Gedränge, als die Rolling Stones in Frauenfeld auftraten.
Mario Testa
Der 72-jährige Otto Bantli sorgt am Zweifel-Grillstand fürs Feuer bis weit nach Mitternacht. (Bild: Mario Testa)

Der 72-jährige Otto Bantli sorgt am Zweifel-Grillstand fürs Feuer bis weit nach Mitternacht. (Bild: Mario Testa)

Otto Bantli gehört zum Inventar des Open Air Frauenfeld. Schon zum 24. Mal kümmert er sich mit seinem Kollegen Bruno Nüssli und weiteren Helfern um die Feuerstellen.

«Nur die allererste Ausgabe habe ich verpasst, sonst war ich immer dabei.»

Er sei von den Open-Air-Machern 1987 angefragt worden, ob er sich mit seinen Kollegen um die Feuerstellen kümmern wollen. «Wir haben's probiert, es hat gut geklappt und seitdem sind wir mit dabei.»

Praktische Grills von Zweifel

Bantli füttert den grossen, Z-förmigen Grill am Zweifel-Stand mit grossen Holzscheiten. «Diese Grills sind sehr praktisch», sagt der 72-Jährige. Etwa 20 Ster Holz verbrennen er und seine Kollegen während eines Open Airs.

«Wir können einfach den Rost anheben und neue Scheite darunter legen.»

Berührungsängste kennt Bantli keine, er feuert auch nach, wenn auf dem Rost noch Würste brutzeln. Mit geübtem Griff packt er den Metallrost, hebt ihn an und legt ein Scheit nach. Die Jugendlichen verfolgen sein Werk mit etwas Skepsis, ihre Grilladen bleiben jedoch am Platz und brutzeln wenige Sekunden später unbeeindruckt weiter.

«Ganz zu Beginn haben die Leute jeweils noch selber Grills mitgebracht. Sie machten einfach ein Loch im Boden und legten einen Eisenrost darüber.»

Heute sind offene Feuer, ausser jene an den offiziellen Grillstellen, nicht mehr erlaubt auf dem Gelände. «Deshalb läuft hier auch immer was, bis morgens um 4 Uhr manchmal.» Die Open-Air-Gänger sind froh ums offizielle Grillfeuer, und das bekommt auch Otto Bantli zu spüren. «Manchmal bringen sie mir ein Bier vorbei, das finde ich nett.

Kein Holz mehr beim Rolling-Stones-Konzert

Als die Rolling Stones im Jahr 1998 nach Frauenfeld kamen, habe ein riesiges Gedränge geherrscht, auch an den Feuerstellen. «Der Ansturm war so gross, unser Holz hat nicht gereicht. Also bin ich nach Hause, habe Holz aus meinem Wald gespalten und bin mit einer Ladung wieder zurück aufs Gelände», erinnert sich Bantli. «Das war ein tolles Jahr.»

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