Zustupf für ehemalige Parlamentarier

Die Schweiz hat zwar ein Milizsystem. In der Praxis wenden National- und Ständeräte jedoch immer mehr Zeit für ihr politisches Amt auf. Viele von ihnen haben deshalb Mühe, im Berufsleben wieder Fuss zu fassen, wenn sie aus dem Parlament ausscheiden.

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Die Schweiz hat zwar ein Milizsystem. In der Praxis wenden National- und Ständeräte jedoch immer mehr Zeit für ihr politisches Amt auf. Viele von ihnen haben deshalb Mühe, im Berufsleben wieder Fuss zu fassen, wenn sie aus dem Parlament ausscheiden. Der Bund bietet ehemaligen Parlamentariern eine finanzielle «Überbrückungshilfe», um ihnen «den beruflichen Wiedereinstieg zu erleichtern», wie es in einem Faktenblatt heisst. Anspruch darauf haben Parlamentarier, die bei Ausscheiden aus dem Rat jünger als 65 Jahre sind und «keinen gleichwertigen Ersatz für das Einkommen als Ratsmitglied erzielen» können (ein Nationalrat erhält pro Jahr rund 130 000 Franken, ein Ständerat 150 000). Durchschnittlich würden nach jeder Wahl fünf bis sechs Gesuche gestellt, sagt Karin Burkhalter von den Parlamentsdiensten. Während der letzten beiden Legislaturen habe der Bund dafür rund 520 000 Franken ausgegeben. (lkz)

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