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Zahl der verunfallten Fussgänger und Velofahrer stieg um fast 20 Prozent

Im letzten Jahr verunfallten deutlich mehr Personen beim Biken und Velofahren sowie beim Wandern und Spazieren. Grund war das schöne Wetter. Insgesamt kam es zu über 474'000 Unfällen und Berufskrankheiten.
Beim Biken und Velofahren ereigneten sich im letzten Jahr 18'000 Unfälle. (Gestelltes Bild: Benjamin Manser (St. Gallen 2.Februar 2016))

Beim Biken und Velofahren ereigneten sich im letzten Jahr 18'000 Unfälle. (Gestelltes Bild: Benjamin Manser (St. Gallen 2.Februar 2016))

Der Winter des letzten Jahres war in der Schweiz schneereich, der Sommer hingegen extrem trocken, warm und sonnig. Laut Meteo Schweiz war es das vierte Jahr in kurzer Folge mit weit überdurchschnittlicher Temperatur. Diese Bedingungen sind für Outdoor-Sportler ideal. Das Wetter hatte einen deutlichen Einfluss auf die Unfallstatistik, wie die Suva am Dienstagmorgen mitteilte.

Konkret bedeutet dies, dass mehr Unfälle im Freien passieren. «Aufgrund des schönen Wetters verbrachten die Menschen mehr Zeit draussen – sei es auf Wanderwegen, Bike-Trails oder auf der Skipiste», wird Peter Andermatt, Statistiker der Suva zitiert.

Freizeitunfälle nahmen um 2,7 Prozent zu

Die Zahl der Freizeitunfälle habe in den letzten Jahren zugenommen. Laut der Suva-Statistik ereignen sich heute rund 60 Prozent der Unfälle in der Freizeit und 40 Prozent bei der Arbeit. Mit 276'317 Nichtberufsunfällen ihrer Versicherten verzeichnete die Suva einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr, nämlich um plus 2,7 Prozent.

Insbesondere von April bis September 2018 sind die Freizeitunfälle deutlich gestiegen. Dabei haben in dieser Periode vor allem die Unfälle beim Fahrradfahren und Biken sowie beim Wandern und Spazieren gegenüber dem Vorjahr um jeweils 17 Prozent zugenommen. Über das ganze Jahr registrierte die Suva rund 23'000 Unfälle beim Wandern und Spazieren, über 18'000 Unfälle beim Fahrradfahren und Biken, knapp 14'000 Unfälle beim Skifahren und über 2400 Unfälle beim Snowboarden.

Weniger Freizeitunfälle als im Vorjahr passierten 2018 nur bei den unter 20-Jährigen (minus 1,9 Prozent). Die stärkste Zunahme hingegen verzeichneten mit rund 6 Prozent die über 50-Jährigen. «Offenbar zieht es die Menschen in diesem Alter bei schönem Wetter besonders häufig nach draussen», so Statistiker Peter Andermatt.

Bei den 30- bis 39-Jährigen und den 40- bis 49-Jährigen stiegen die Unfallzahlen um 4,6 Prozent, respektive um 2 Prozent. Bei den 20- bis 29-Jährigen haben sie sich mit einem Plus von 0,6 Prozent kaum verändert.

Über 474'000 Unfälle

2018 registrierte die Suva über 474'000 Unfälle bei ihren Versicherten. Das sind 2,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Berufsunfälle stieg um 1,9 Prozent, was sich mit der Zunahme der Anzahl Beschäftigten gemäss Bundesamt für Statistik (BSF) deckt. Die Zahl der Nichtberufsunfälle hingegen verzeichnete einen Anstieg um 2,7 Prozent und ist höher als die Zunahme der Anzahl Beschäftigten. Die Unfälle bei den als arbeitslos gemeldeten Personen hat um 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr abgenommen. Dies kann auf die gute Wirtschaftslage und den Rückgang der Arbeitslosenquote zurückgeführt werden.

Die Suva versichert rund die Hälfte aller Berufstätigen in der Schweiz und gut einen Fünftel aller Betriebe (rund 2 Mio. Versicherte und 129 290 Unternehmen) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten. (pd/rgr)

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