Wind sorgt für beissende Kälte in der Schweiz

Die Bise hat die Schweiz fest im Griff: Die gefühlten Temperaturen sind in der Nacht auf Freitag wegen des Windes an vielen Orten in den zweistelligen Minusbereich gefallen. Während des Tages dürfte der Wind noch zunehmen.

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In den Jurahöhen wurden Windgeschwindigkeiten um 124 Stundenkilometer gemessen. (Bild: Keystone)

In den Jurahöhen wurden Windgeschwindigkeiten um 124 Stundenkilometer gemessen. (Bild: Keystone)

Besonders stark geweht hat es in der Nacht auf Freitag in den Jurahöhen. Auf dem La Dôle im Kanton Waadt wurden Spitzen um 124 Kilometer pro Stunden gemessen, wie Daniel Murer, Meteorologe bei MeteoSchweiz, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Auf dem Chasseral waren es über 96 Kilometer pro Stunde.

Auch im Mittelland wehte der Wind kräftig. Während des Tages könnte er Geschwindigkeiten bis zu 80 Kilometer pro Stunde erreichen, wie der private Wetterdienst Meteonews mitteilte.

Gesperrte Strassen in der Westschweiz
Der Strassenzustand hat sich vor allem im Kanton Waadt nicht gebessert. Mehr als 20 Strassen im Westen, Norden und Zentrum des Kantons seien wegen Schneeverwehungen, umgefallener Bäume oder Unfällen für den Verkehr gesperrt, teilten die Kantonsbehörden am Freitagmorgen mit. Sie riefen die Bewohner der betroffenen Regionen dazu auf, die Strassen soweit wie möglich zu meiden. Ausserdem warnten die Behörden vor grossen Schneemengen auf Bäumen. In den nächsten Tagen soll die Bevölkerung wegen der Gefahr herabstürzender Äste auf Spaziergänge verzichten.


Bise verstärkt Kälte
Bei Temperaturen unter dem Nullpunkt verstärkt die Bise die auf der Haut gefühlte Kälte markant. In Chur und St.Gallen, wo es ungefähr minus fünf bis minus sechs Grad kalt ist, fühlt sich die Luft dann wie bei minus 13 Grad an, wie Murer sagte.

In der Genferseeregion mit Windgeschwindigkeiten von rund 70 Kilometern pro Stunde fühlt sich die Temperatur von rund minus einem Grad wie minus elf Grad an.

Geschneit hat es in der Nacht dagegen kaum. Es seien höchstens Schneemengen im Zentimeterbereich registriert worden, sagte Maurer. (sda)

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