Wie weiter nach der Katastrophe?

Bereits 1600 Menschen sind in diesem Jahr gestorben, als sie über das Mittelmeer nach Europa flüchten wollten. In der Schweiz ist sich die Politik uneins darüber, welchen Beitrag das Land leisten kann und muss.

Dominic Wirth
Drucken
Teilen
Die italienische Küstenwache bei einer Rettungsaktion im Mittelmeer. (Bild: epa/Alessandro Di Meo)

Die italienische Küstenwache bei einer Rettungsaktion im Mittelmeer. (Bild: epa/Alessandro Di Meo)

Die Flüchtlingskatastrophen der vergangenen Tage – alleine am Sonntag starben auf dem Mittelmeer rund 800 Menschen – treiben auch die Schweizer Politik um. Allerdings sind sich die Parteien uneinig darüber, welche Massnahmen die Schweiz und die EU nun ergreifen müssen. Aus linken Kreisen kommt die Forderung, dass die Schweiz das Botschaftsasyl wieder einführen sollte. Bei den bürgerlichen Parteien wird dieser Vorschlag indes abgelehnt. CVP und FDP sympathisieren mit der Idee, Auffanglager für Flüchtlinge an der nordafrikanischen Küste einzurichten. Ebenso ist aus bürgerlichen Kreisen zu hören, dass gegen die Schlepper entschlossener vorgegangen werden müsse. Einigkeit herrscht nur in einem Punkt: dass ein europäischer Verteilschlüssel zu begrüssen wäre – auch, weil er der Schweiz zugute kommen würde.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 24. April.