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E-Scooter: Wie Schweizer Städte mit den umstrittenen Elektro-Flitzern umgehen

E-Scooter erobern nun St.Gallen.

E-Scooter erobern nun St.Gallen.

(CH Media)

100 E-Scooter stehen ab heute in St. Gallen für die Bevölkerung bereit. Der Trend, der schon mehrere Städte erfasst hat, erreicht damit die Ostschweiz. Die Roller sind während eines dreimonatigen Pilotprojekts in der Innenstadt verfügbar. Für den Schwedischen Anbieter VOI ist St. Gallen die zweite Station in der Schweiz. Seit Juni bietet die Firma bereits in Winterthur einen Verleih an.

Doch die E-Trotti-Flut bringt viele Städte ins Grübeln. Für die Scooter gelten dieselben Regeln wie für Fahrräder. Das Fahren auf dem Trottoir ist nicht erlaubt. Die Alkohol-Obergrenze liegt bei 0,5 Promille, das Mindestalter bei 16 Jahren. Weil es zuletzt allerdings öfter zu Unfällen kam, und die abgestellten Scooter oft die Trottoirs blockieren und vollstopfen, überlegen sich die Städte, wie sie mit dem Boom umgehen sollen. Ein Überblick:

Zürich

Allein in Zürich wurden über 1500 E-Scooter bewilligt. Weitere Anbieter drängen auf den Markt. Die Stadt setzt auf Prävention und die Sensibilisierung der Benutzer. Wie die Behörden mitteilen, gäbe es noch immer viele Leute, die auf dem Trottoir fahren oder zu zweit auf einem E-Scooter unterwegs sind. Auch Autofahrern müsse klar werden, dass die Fahrzeuge auf die Strasse gehören. Dementsprechend sei es unangebracht, die Scooter-Fahrer anzuhupen, wenn sie richtigerweise die Strasse benutzen. Eine Helmpflicht gibt es nicht. Die Stadt Zürich empfiehlt den Nutzern allerdings, einen Helm zu tragen. Zuletzt mehrten sich die Stimmen, die eine offizielle Helmpflicht forderten.

Luzern

Auch auf die Stadt Luzern sind verschiedene E-Scooter-Anbieter zugegangen. Die Stadtbehörden sind aber auf die Bremse gestanden, wie im Mai bekannt geworden ist. Grund: In Luzern braucht es für die Benutzung des öffentlichen Grundes eine Bewilligung, und diese ist derzeit für das stationäre Velo-Verleihsystem Nextbike erteilt. Das Nextbike-System gibt es seit 2017 in Stadt und Agglomeration Luzern. Die Nutzerzahlen haben sich seit dem Start verzehnfacht auf derzeit rund 152'000 Ausleihen. Diverse Gemeinden subventionieren die Ausleihe, deren Einwohner können die Velos während vier Stunden gar gratis benutzen. Die Trottinette-Anbieter müssen sich nun gedulden, in zirka zwei Jahren soll der Fahrzeugverleih auf öffentlichem Grund neu ausgeschrieben werden. Ein Mischbetrieb Velo und Scooter ist laut den Luzerner Behörden denkbar.

Zug

Seit einigen Monaten sind in Zug die elektrischen Trotti via Handy-App mietbar. Vereinzelt gibt es Reklamationen wegen zu wilden Parkierens, die Zuger Polizei hat mit der Publikation von Verhaltensregeln reagiert.

Basel

Basel zählte mit Zürich zu den ersten Schweizer Städten, welche von E-Scooters erobert wurden. Und ein Ende des Booms ist nicht in Sicht: Wie schon in St. Gallen will der Anbieter VOI als dritter aktiver Verleiher bis zu 200 Trottis aufstellen. Insgesamt wären dann 600 im Verkehr. Dabei haben die einzelnen Gefährte eine kurze Lebenszeit von nur einem Monat. Das stört den Kanton Basel-Stadt. Die Verleiher haben aber Verbesserungen angekündigt. In anderen Städten wie in Bern stehen die Anbieter in den Startlöchern.

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