Widmer wirbt für neuen Schweizer Pass

bern. Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf kämpft für die Einführung des biometrischen Passes. Der hohe Sicherheitsstandard des Schweizer Passes und die Reisefreiheit müssten auch in Zukunft gewährleistet sein, sagte die Justizministerin an einer Medienkonferenz auf dem Flughafen Bern-Belpmoos.

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bern. Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf kämpft für die Einführung des biometrischen Passes. Der hohe Sicherheitsstandard des Schweizer Passes und die Reisefreiheit müssten auch in Zukunft gewährleistet sein, sagte die Justizministerin an einer Medienkonferenz auf dem Flughafen Bern-Belpmoos.

Der E-Pass, über dessen Einführung am 17. Mai abgestimmt wird, sei sicherer und resistenter gegen Missbrauch als bisherige Passmodelle. Mehrere hundert Personen würden jährlich bei Kontrollen in der Schweiz mit Ausweisen aufgegriffen, die nicht für sie bestimmt seien. Zudem gingen jährlich rund 75 000 Schweizer Ausweise verloren, davon etwa 13 000 Pässe. «Es ist uns ein wichtiges Anliegen sicherzustellen, dass diese Ausweise nicht missbräuchlich verwendet werden können», sagte Widmer-Schlumpf.

Von zentraler Bedeutung bezeichnete sie die Speicherung der im Pass enthaltenen Daten in einer zentralen Datenbank. Seit Inbetriebnahme dieser Datenbank im Jahr 2003 seien rund 60 Fälle dokumentiert, in denen dank dieses Systems das Erschleichen eines Schweizer Ausweises verhindert beziehungsweise habe aufgedeckt werden können.

Die Justizministerin räumte ein, dass die zentrale Speicherung zwar international nicht verlangt werde. Aber auch andere Staaten wie Frankreich oder Portugal hätten sich für eine zentrale Speicherung der Fingerabdrücke entschieden. (ap)

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