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Wermuth holt Bier und Leuthard irrt

Die ersten sind Cédric Wermuth und Eric Nussbaumer. Die beiden SP-Nationalräte setzen sich schon während des Vorprogramms zum Spiel der Schweiz gegen Rumänien vor den Fernseher in der Wandelhalle.
Tobias Bär

Die ersten sind Cédric Wermuth und Eric Nussbaumer. Die beiden SP-Nationalräte setzen sich schon während des Vorprogramms zum Spiel der Schweiz gegen Rumänien vor den Fernseher in der Wandelhalle. Wenige Minuten später stösst mit Christian Wasserfallen ein weiterer Spieler des FC Nationalrat dazu. Er mustert den leeren Tisch und fragt: «Wo bleibt das Bier?» Der Jüngste, Wermuth, verschwindet und taucht kurz vor Anpfiff mit dem geforderten Gerstensaft wieder auf. Die Gruppe vor dem TV-Gerät hat inzwischen die Grösse einer Fussballmannschaft.

Drinnen im Saal lichten sich die Reihen. «Ich habe alles Verständnis dafür, dass Sie jetzt Fussball schauen. Tun Sie sich keinen Zwang an», sagt Thomas Müller (SVP/SG). König Fussball ist jetzt wichtiger als der Bericht der Neat-Aufsichtsdelegation, den er vorträgt. Doris Leuthard hat keine Wahl. Die Bundesrätin muss Stellung nehmen zu den Verkehrs- und Umweltgeschäften, die ungeachtet des Schweizer Auftritts noch bis gegen 19 Uhr behandelt werden. Natürlich hätte sie das Spiel gerne verfolgt, sagt Leuthard, als wir sie nach Sitzungsschluss und kurz vor dem Pausenpfiff im Vorzimmer des Nationalrats erwischen. «Es ist ja bekannt, dass ich gerne Fussball schaue.» Sie sei aber aufdatiert worden und wisse, dass noch keine Tore gefallen seien.

Die Bundesrätin irrt, liegen die Roten doch zu diesem Zeitpunkt zurück. Die lauten Flüche der fussballaffinen Nationalräte beim Elfmeterpfiff für die Rumänen sollten eigentlich bis in den Saal gedrungen sein. Corrado Pardini (SP/BE), der beim FC Nationalrat im defensiven Mittelfeld aufräumt («Spielstil: Behrami!»), hastet vorbei. Er würde sich nur zu gerne dem Ballsport hingeben, muss aber noch was «mit dem Landolt besprechen».

Nicht zu sehen ist Marcel Dobler (FDP/SG), der am Vortag beim Spiel der Nationalräte gegen einen Fast-Food-Riesen fünf Mal eingenetzt hat. So geht das, Seferovic!

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