Wenn das Handy den Fettanteil der Sauce anzeigt

Die Thurgauer SP-Politikerin Edith Graf-Litscher unternimmt einen neuen Versuch, die Information der Konsumenten zu verbessern.

Stefan Schmid
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Edith Graf-Litscher (Bild: Reto Martin)

Edith Graf-Litscher (Bild: Reto Martin)

bern. Unsere Lieblingspastasauce, Schoggiguezli oder ein Süssgetränk: In den seltensten Fällen werden die Konsumenten transparent und vollumfänglich darüber informiert, wie sich ein Produkt zusammensetzt. Fettanteil, Zuckergehalt oder allfällig vorhandene Allergene: Man tappt im Dunkeln. Das will die Thurgauer SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher nun erneut ändern.

Gescheitertes Ampelsystem

Ihr erster Anlauf, die Einführung eines Ampelsystems – rot für ungesunde und grün für gesunde Lebensmittel – wurde namentlich von Bäckern und Konditoren massiv kritisiert. Nun unternimmt Graf-Litscher einen zweiten Versuch. «Mir geht es um Transparenz», sagt die Thurgauerin auf Anfrage. «Und um eine lesbare, umfassende Produktedeklaration, wie sie die EU momentan auch prüft.»

Ihre gestern eingereichte Motion verlangt die Schaffung einer obligatorischen Nährwertkennzeichnung für Lebensmittel. «Das heutige freiwillige System hat eindeutige Mängel», sagt Graf-Litscher.

Informationen per Strichcode

In der Motion wird offen gelassen, wie die Produkte angeschrieben werden müssen. Eine Möglichkeit sei das Ampelsystem, eine andere sei ein Strichcode, der sämtliche Informationen enthalte. Benutzer von Smartphones könnten dann ein entsprechendes App herunterladen, ihr Telefon an den Strichcode halten und schon würden sämtliche Informationen angezeigt. Graf-Litscher hofft nun, dass die Lebensmittelindustrie auch mitmacht. In Österreich sei dies bereits der Fall.

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