Weniger Margen – tiefere Prämien

BERN. 2013 steigen die Prämien der Krankenkassen im Schnitt nur um 1,5 Prozent. Mittelfristig drohen etwa wegen politischer Faktoren wieder höhere Aufschläge (Ausgabe von gestern). Im Seilziehen um tiefere Gesundheitskosten bringt nun auch die St.

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BERN. 2013 steigen die Prämien der Krankenkassen im Schnitt nur um 1,5 Prozent. Mittelfristig drohen etwa wegen politischer Faktoren wieder höhere Aufschläge (Ausgabe von gestern). Im Seilziehen um tiefere Gesundheitskosten bringt nun auch die St. Galler CVP-Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz einen Vorschlag in die Diskussion ein. Die Politikerin ist zwar nicht Mitglied der Gesundheitskommission, sitzt aber unter anderem im Verwaltungsrat der CSS-Krankenkasse. Konkret verlangt Meier-Schatz in einem unlängst eingereichten Vorstoss vom Bundesrat, dass der Vertriebsanteil bei Arzneimitteln zwischen den Kassen und den Leistungserbringern künftig verhandelt werden soll. Heute sei dieser Vetriebsanteil für alle Leistungserbringer, die Medikamente abgeben, gleich gross – ungeachtet der effektiven Kosten. Medikamente abgeben dürfen etwa die Apotheker, teilweise die Ärzte oder auch Spitalambulatorien.

Wenn die Schweizer Margen auf das europäische Niveau gesenkt würden, betrage das Sparpotenzial gemäss Studien 300 Millionen Franken, schreibt Meier-Schatz. Die effektiven Kosten für den Vertrieb der Medikamente seien bei den diversen Absatzkanälen höchst unterschiedlich. Wie bei allen Sparplänen ist mit dem Widerstand der betroffenen Lobbygruppen zu rechnen. (tga)