Wenige Bussen nach Burkaverbot

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Zwischenbilanz Das seit rund sechs Monaten im Tessin geltende Burkaverbot hat bislang zu wenigen Bussen geführt. Nur gerade gegen sechs verschleierte Frauen ist laut der Kantonsregierung im Zusammenhang mit der neuen Regelung bislang ein Verfahren eröffnet worden. In rund zehn Fällen habe bereits eine Ermahnung der jeweiligen Polizeikräfte ausgereicht, teilte das Tessiner Sicherheitsdepartement gestern mit.

Im Kanton Tessin gilt seit dem 1. Juli 2016 ein sogenanntes Verhüllungsverbot. Die Stimmberechtigten hatten 2013 eine entsprechende Initiative auf kantonaler Ebene angenommen. Damit dürfen die Vollverschleierung (Burka) oder Gesichtsschleier (Niqab), die nur die Augen freilassen, im ganzen Kanton nicht mehr im öffentlichen Raum getragen werden. (red)