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Wegen Corona-Virus: Bundesrat verbietet alle grossen Veranstaltungen

An einer ausserordentlichen Sitzung hat der Bundesrat am Freitag beschlossen, wegen der Ausbreitung des Corona-Virus in den nächsten zwei Wochen alle Anlässe mit mehr als 1000 Personen zu verbieten. Betroffen davon ist auch der Sport.

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Der Bundesrat verhängt nun doch drastische Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Er verbietet alle Grossveranstaltungen ab tausend Personen.

Der Bundesrat verhängt nun doch drastische Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Er verbietet alle Grossveranstaltungen ab tausend Personen.

Bild: Peter Klaunzer/Keystone

(sat/sda) Alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sind ab sofort und bis mindestens am 15. März in der Schweiz verboten. Der Bundesrat fällte diesen Entscheid am Freitag wegen der Coronavirus-Epidemie.

Betroffen davon ist auch der Sport, insbesondere die oberen Ligen im Fussball und Eishockey. Noch ist unklar, welche Auswirkungen das auf verschiedene Spielpläne hat. Mögliche Szenarien sind Partien ohne Zuschauer oder sogar Spielabsagen.

Die wichtigsten Ausführungen auf Deutsch von Bundesrat Alain Berset am 28. Februar:

Besonders unter Zugzwang ist der Eishockeyverband. In der National League stehen am Freitag und Samstag die letzten beiden Runden der Qualifikation im Programm, in denen die letzten Playoff-Plätze vergeben werden. Der Start der Playoff-Viertelfinals ist auf den 7. März angesetzt.

«Besondere Lage» gemäss Epidemiengesetz

Bei Veranstaltungen, an denen weniger als tausend Personen teilnehmen, muss von Fall zu Fall über die Durchführung entschieden werden. Die Veranstalter müssen zusammen mit der zuständigen kantonalen Behörde eine Risikoabwägung vornehmen, ob sie die Veranstaltung durchführen können oder nicht, wie das EDI schrieb.

Die Situation um das neue Coronavirus Sars-CoV-2 stuft der Bundesrat als «besondere Lage» gemäss dem Epidemiengesetz ein. Das bedeutet, dass der Bundesrat selber Massnahmen anordnen kann, für die normalerweise die Kantone zuständig sind.

Das Veranstaltungsverbot habe weitreichende Auswirkungen für die Bevölkerung der Schweiz, räumt das EDI ein. Das Verbot verspreche aber einen wirksamen Schutz für die Menschen im Land und auch für die öffentliche Gesundheit. Es solle die Verbreitung des neuen Coronavirus in der Schweiz eindämmen.

Mehrere Fälle in der Schweiz

In der Schweiz sind in der laufenden Woche die ersten Fälle von bestätigten Sars-CoV-2-Infektionen bekannt geworden. In Basel-Stadt, wo am Donnerstagabend der erste Fall bekannt wurde, wollten die Behörden am Freitag bekanntgeben, ob die Basler Fasnacht durchgeführt werden kann.

Bereits am Donnerstag abgesagt wurde der Engadiner Skimarathon - in Graubünden gab es zwei bestätigte Coronafälle. Zu dem Breitensport-Grossanlass werden jeweils mehrere tausend Langläuferinnen und Langläufer erwartet.

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