Was ich mir fürs 2017 wünsche…

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Jasmin Hutter
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Eine Vorbemerkung muss ich zu dieser Kolumne machen: Diese ist während eines feuchtfröhlichen Weihnachtsessens entstanden. Bitte nehmen Sie darum nicht alle Wünsche allzu ernst. Obwohl: Kinder und von Wein beschwipste Erwachsene sagen die Wahrheit.

— Ich wünsche mir, dass alle Hausfrauen, die mehr als drei verschiedene Sorten Weihnachtsguezli machen, mit dem Gesicht voraus in den Teig fallen. — Ich wünsche mir, dass man alle Weihnachtslämpli versorgen kann, ohne dass eins davon kaputtgeht. — Dass ich nach drei Gläsern Weisswein fit und kreativ werde statt beschwipst und müde. — Dass es endlich einen Bodenreiniger gibt, der blitz- blank macht, ohne dass ich vorher stundenlang aufräumen muss. — Wattestäbli statt Finger zum Ohrengrübeln. — Beschlagene Badezimmerspiegel – immer – zu jeder Tages- und Nachtzeit. — Dass keine ausländischen Weine importiert werden dürfen und so nur noch Rheintaler Weine getrunken werden. — Mehr Gotthard-Spirit. — Eine nicht mehr zu reparierende Waage. — Dass meine Joggingschuhe den Weg alleine nach draussen finden. — Dass ich die Kuckucksuhr behalten darf. — Ich wünsche mir, dass sich die Schweizer nicht mehr immer ausreden lassen. — Dass mein Lied viel häufiger im Radio kommt. — Dass Bud Spencer und Te­rence Hill zum Weltkulturerbe ausgerufen werden. — Winterschlaf. — Dass die Welt ein wenig pinker wird. — Dass es niiiiiieee wieder Nebel gibt. — Dass es nur noch blaue Lindorkugeln gibt. — Dass es mehr Hallelujas gibt. — Dunkle Locken wie Slash von Guns ’n’ Roses. — Dass ich so was wie ein «Tiptoi» erfinde und so ultrareich werde. — Dass alle Tiere dieser Welt ein schönes Leben führen dürfen. — Jeden Morgen frische Brötli. — Tiefere Steuern. — Dass es keine grausigen, billig blinkenden Weihnachtsbeleuchtungen mehr gibt. — Schöne Nägeli. — Dass das St. Galler Tagblatt SVP-freundlicher wird. — Dass es keinen Neid und Hass mehr gibt. — Dass ich nächstes Jahr dran denke, Batterien für die elektrischen Kerzen vom Christbaum zu kaufen. — Dass wir alle gesund sind. — Dass ich mehr Nachrichten vor dem Abschicken nicht mehr lösche, denn das sind die ehrlichen. — Dass mir nächstes Jahr nicht wieder der glasige Stern der Christbaumspitze runterfällt. Vor dem Schmücken. — Mehr «Shopping-Queen». — Viele neue Träume. — Dass ich mir den Wein nicht immer selber nachschenken muss. — Dass es mehr passende Mo- mente für ein schönes Fest gibt. — Lebe! Liebe! Lache!

In diesem Sinne: Allen ein gutes neues Jahr!

Jasmin Hutter

Alt Nationalrätin SVP