Was denken die 80'000 Mitglieder und Sympathisanten über das C? Die CVP befragt ihre Basis

Die CVP hat beim Meinungsforschungsinstitut GfS Bern gleich zwei Umfragen in Auftrag gegeben: eine interne und eine externe, die repräsentativ ist. Sie will wissen, wie das C - das «Christliche» - verankert ist.

Othmar von Matt
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CVP-Präsident Gerhard Pfister lässt zwei Umfragen zur C-Diskussion machen.

CVP-Präsident Gerhard Pfister lässt zwei Umfragen zur C-Diskussion machen.

Keystone

Die CVP-Spitze hat heute den Parteivorstand darüber informiert, dass sie zur C-Diskussion eine interne und eine externe Meinungsumfrage in Auftrag geben will. Der Vorstand gab dafür grünes Licht. Ihm gehören die Präsidenten der Kantone an und der fünf CVP-Vereinigungen - wie JCVP, CVP Frauen und CVP 60+.

Schon im April will das CVP-Generalsekretariat die interne Umfrage mit dem CVP-Magazin «Die Politik» lancieren. Das Magazin wird an die 80’000 Mitglieder und Sympathisanten der CVP in der ganzen Schweiz verschickt. Mit dem Versand erhalten sie ein persönliches Login für die Online-Umfrage. Unmittelbar danach will die CVP extern eine repräsentative Umfrage lancieren zur Zukunftsdiskussion der Partei. Das bestätigt CVP-Generalsekretärin Gianna Luzio.

GfS macht die interne und die externe Umfrage

Es ist das Meinungsforschungsinstitut GfS Bern, das die interne wie die externe Umfrage für die CVP durchführt. Es geht bei den Umfragen nicht um ein Plebiszit für oder gegen das C - das «Christliche» - der Partei, betonen Exponenten der CVP. Die Partei will in erster Linie ihre Aussenwirkung besser erforschen und erfahren, welches Potenzial die Mitglieder der Partei und die Bevölkerung dem C der Partei heute einräumen.

Resultate sollen im Sommer vorliegen

Der Zeitplan sieht vor, dass der Parteivorstand in einer ersten Phase die Resultate der internen Umfrage diskutiert. Gegen den Sommer hin dürften auch die Ergebnisse der externen repräsentativen Umfrage vorliegen.

Mit den Umfragen will die CVP den Prozess unterstützen, den das Parteipräsidium nach den Wahlen 2019 angestossen hat. Das Ziel ist klar: Die CVP will neue Wählerschichten erschliessen, vor allem in den grossen Kantonen Zürich, Bern, Waadt und Aargau. Es stellt sich die Frage, ob das C dabei eine Hilfe oder eine Krücke ist. Im Wahlkampf zeigte sich, dass viele Wähler Probleme hatten mit dem C.

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