Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Luzerner Nationalrätin verzögert wohl Nachfolge-Wahl von Amherd

Nationalrätin Gmür spekuliert auf eine Ständerats-Nomination. Dies dürfte der Grund sein, weshalb die CVP ihr Fraktions-Vizepräsidium noch nicht diese Woche bestimmt.
Henry Habegger
Andrea Gmür bei einem Podium im Jahr 2016. (Bild: Dominik Wunderli)

Andrea Gmür bei einem Podium im Jahr 2016. (Bild: Dominik Wunderli)

Die CVP braucht einen neuen Vizechef oder eine neue Vizechefin für ihre Bundeshausfraktion, weil die bisherige Amtsinhaberin Viola Amherd in den Bundesrat gewählt wurde. Ursprünglich war geplant, die Wahl Ende dieser Woche durchzuführen – an der Klausursitzung der CVP-Fraktion in Locarno. Aber diese Pläne wurden jetzt geändert. «Die Wahl findet voraussichtlich an der vorbereitenden Fraktionssitzung vor der Frühlingssession statt», bestätigt CVP-Informationschef Manuel Ackermann auf Anfrage. Also in der zweitletzten Februarwoche.

Der Grund für den Fahrplanwechsel dürfte mit der Luzerner Nationalrätin Andrea Gmür zu tun haben. Sie bewirbt sich, zusammen mit dem ebenfalls aus dem Kanton Luzern stammenden Nationalrat Leo Müller um das Vize-Amt. Weitere Anwärter gibt es nicht.

Vize muss Nationalrat angehören

Der Wahltermin von Ende dieser Woche war für Gmür allerdings ein Problem. Denn erst übernächste Woche, am 29. Januar, fällt der Entscheid, ob sie von der Luzerner CVP ins Ständeratsrennen geschickt wird. Ist dies der Fall, kommt Gmür als Vize-Fraktionschefin faktisch nicht mehr in Frage. Denn der oder die Vize leitet die Nationalratsdelegation und muss daher der grossen Kammer angehören. Fraktionschef Filippo Lombardi (TI) gehört dem Ständerat an. Ob Andrea Gmür allerdings wirklich Ständeratskandidatin wird, ist alles andere als sicher. Sie hat vorab mit der Vizepräsidentin der CVP Luzern, Yvonne Hunkeler, eine im Kanton gut verankerte Rivalin im Rennen um die Nachfolge des zurücktretenden Ständerats Konrad Graber.

Bei der innerluzernischen Ausmarchung um das Vize-Amt der CVP-Fraktion geht es indirekt bereits um die Nationalratswahlen. Die CVP läuft Gefahr, einen ihrer drei Luzerner Nationalratssitze zu verlieren. Und am stärksten gefährdet ist der Sitz von Andrea Gmür, die 2015 den dritten Platz hinter Ida Glanzmann und Leo Müller belegte.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.