VORSTOSS: Weniger oft eichen, Millionen sparen

Waagen und andere Geräte sollen nicht mehr so häufig geeicht werden. Zum Vorteil der Kunden.

Eva Novak
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Bevor ein Bauer Kartoffeln oder Äpfel verkaufen kann, muss er deren Gewicht bestimmen. Dazu braucht er eine Waage, die regelmässig geeicht werden muss. Ähnliche Vorschriften gelten auch für Abgasmessgeräte, Stromzähler und Zapfsäulen. Das kostet – und am Ende zahlt der Kunde die Zeche, wie der Luzerner FDP-Nationalrat Albert Vitali sagt.

Damit es künftig billiger geht, hat der Luzerner per Motion verlangt, dass Messgeräte nicht mehr so häufig zu eichen sind. Zurzeit muss dies in der Regel alle zwei Jahre geschehen. So sieht es die geltende Verordnung vor, die seit mehr als zehn Jahren nicht mehr überarbeitet wurde. Dazu sei es höchste Zeit, da sich die Technik in dieser Zeit weiter verbessert habe, argumentiert Vitali.

Wenn die Geräte weniger oft geeicht würden, könnten Millionen eingespart werden, ist er überzeugt. Da dieser Aufwand auf die Konsumenten abgewälzt werde, seien sie diejenigen, die am Ende profitierten. Den Gewerbetreibenden und Landwirten wiederum würden bürokratische Umtriebe erspart. Das Parlament sieht es ähnlich: Nach dem Nationalrat hat diese Woche auch der Ständerat die Motion überwiesen. Der Bundesrat ist mit dem Anliegen einverstanden.

Eva Novak