Vor 27. September: Umweltverbände boykottieren Umfrage zu Jagdverordnung

Vor der Abstimmung am 27. September wollen die Umweltverbände nicht an der Vernehmlassung der Verordnung zum Jagdgesetz teilnehmen. Sie kritisieren: Damit werde diese «missratene» Vorlage nur «aufgehübscht».

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Die Umweltverbände wollen vor der Abstimmung über das neue Jagdgesetz nicht zu dessen Verordnung Stellung nehmen.

Die Umweltverbände wollen vor der Abstimmung über das neue Jagdgesetz nicht zu dessen Verordnung Stellung nehmen.

Andrea Stalder

(sat) Es ist ein Boykott mit Ansage: Die Umweltverbände nehmen definitiv nicht teil an der Vernehmlassung zur Jagdverordnung des Bundes. In einer Mitteilung vom Montag kritisieren Pro Natura, WWF, Birdlife und Zoo Schweiz die bis am Mittwoch laufende Umfrage bei Verbänden und Parteien als «untauglichen Versuch der Behörden, das missratene Jagdgesetz mit einer ausufernden Verordnung etwas aufzuhübschen». Die Verordnung zum übergeordneten Jagdgesetz, über welches das Stimmvolk am 27. September befindet, gefährde den Schutz bedrohter Arten zusätzlich. Die Umweltverbände haben gegen das Gesetz bereits das Referendum ergriffen.

Wie die Umweltverbände schreiben, haben sie ihre Kritik den Behörden bereits früher mitgeteilt. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) habe eine Verlängerung der Vernehmlassung bis nach dem Abstimmungstermin jedoch abgelehnt. Die Umweltverbände wollen dem Bafu nach der Abstimmung trotzdem eine Vernehmlassungsantwort zukommen lassen.