VERKEHR: Alpen-Initiative fordert stärkere Kontrollen

Nachdem in Uri Lastwagen mit Mängeln aufgeflogen sind, gelangt die Alpen-Initiative nun an den Bundesrat.

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Die Alpen-Initiative fordert intensivere Kontrollen der Lastwagen auf Schweizer Strassen. Sie hat gestern einen entsprechenden Aufruf an Verkehrsministerin Doris Leuthard lanciert.

Auf Schweizer Strassen seien viele Lastwagen unterwegs, die in schlechtem Zustand seien oder gegen Vorschriften verstiessen, erklärte die Alpen-Initiative anlässlich ihrer Versammlung in Frauenfeld TG.

Zum Beispiel sei auf der Nord-Süd-Transitachse bei Kontrollen im Kanton Uri knapp ein Drittel der überprüften Fahrzeuge wegen gravierender Mängel durchgefallen. Der Bundesrat dürfe diese Situation nicht länger dulden, wird Jon Pult, Präsident der Alpen-Initiative, in der Mitteilung zitiert.

Maximal 650 000 Fahrten

Die Verlagerung des Güterverkehrs funktioniere nicht, wenn die Schiene gegenüber der Strasse benachteiligt werde. Nur ein dichteres Kontrollnetz könne bewirken, dass Transportunternehmen vermehrt auf die Bahn setzten, heisst es in der Mitteilung.

Wie eine Umfrage im Auftrag der Alpen-Initiative im Februar dieses Jahres zeigte, wollen 70 Prozent der Menschen in der Schweiz pro Jahr höchstens 650 000 Lastwagenfahrten durch die Alpen zulassen, wie es das Verlagerungsziel ab 2018 vorsieht. Weitere 10 Prozent fanden, dass es sogar noch weniger Fahrten sein sollten.

Im Jahr 2015 wurden allerdings 1,01 Millionen alpenquerende Fahrten von Lastwagen gezählt. Der Bundesrat wies einmal mehr darauf hin, dass sich das Ziel von nur noch 650 000 Fahrten im Jahr 2018 mit den bestehenden Instrumenten nicht erreichen lasse. (sda)