Verhängnisvolle Dollarkäufe

15. August 2011: Kashya Hildebrand, die Frau von SNB-Präsident Philipp Hildebrand, kauft 504 000 US-Dollar für 400 000 Franken. Philipp Hildebrand erfährt nach eigener Darstellung einen Tag später davon und meldet dies dem Leiter Recht und Dienste der SNB. Dieser sieht keinen Handlungsbedarf.

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15. August 2011: Kashya Hildebrand, die Frau von SNB-Präsident Philipp Hildebrand, kauft 504 000 US-Dollar für 400 000 Franken. Philipp Hildebrand erfährt nach eigener Darstellung einen Tag später davon und meldet dies dem Leiter Recht und Dienste der SNB. Dieser sieht keinen Handlungsbedarf.

11. November 2011: Der Thurgauer Anwalt und SVP-Kantonsrat Hermann Lei erhält nach eigenen Angaben von einem IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin Daten über Devisengeschäfte der Familie Hildebrand. Lei arrangiert daraufhin ein Treffen mit SVP-Nationalrat Christoph Blocher.

5. Dezember 2011: Blocher informiert erstmals Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey über Hildebrands verdächtige Transaktionen. Der Bundesrat konfrontiert Hildebrand mit den Vorwürfen. Dieser informiert den Bankrat und legt seine Finanzen offen.

23. Dezember 2011: Die SNB gibt bekannt, Gerüchte über eine unzulässige Bereicherung Hildebrands hätten sich als haltlos erwiesen.

4. Januar 2012: Die «Weltwoche» erhebt neue Vorwürfe gegen Hildebrand. Der SNB-Präsident habe die Aufträge zum Devisenkauf selber erteilt.

5. Januar 2011: Hildebrand schliesst einen Rücktritt aus. Tags darauf stärkt ihm Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf in der «Arena» den Rücken.

7. Januar 2012: Der SNB-Bankrat fordert laut Medienberichten Hildebrand zum Rücktritt auf. Dies nachdem ein Mail von Hildebrands Bankberater vom 15. August 2011 aufgetaucht sei, wonach Hildebrand über die Devisenkäufe seiner Frau im Bild gewesen sei.

9. Januar 2012: Hildebrand tritt per sofort zurück.

27. Januar 2012: Die Geschäftsprüfungskommissionen (GPK) des Parlaments leiten eine Untersuchung zum Fall Hildebrand ein.

20. März 2012: Die Zürcher Staatsanwaltschaft führt Hausdurchsuchungen am Wohnort von Blocher und an einem Firmensitz durch.

18. März 2013: Der GPK-Bericht wird veröffentlicht. (red.)

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