Verfahren wegen türkischer Spitzel

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Spionage Die Bundesanwaltschaft vermutet, dass im Umfeld der türkischen Gemeinde in der Schweiz Spionage betrieben wird. Sie hat Mitte März mit Ermächtigung des Bundesrates ein Strafverfahren wegen Verdachts auf politischen Nachrichtendienst eröffnet. Unklar ist, ob sich das Strafverfahren auf einen konkreten Vorfall bezieht. Vor vermutlichen nachrichtendienstlichen Aktivitäten der Türkei warnte kürzlich die Grüne Partei Schweiz. Den Verdacht auf Spionagetätigkeiten hegt auch der Urner FDP-Ständerat Josef Dittli. Er hat bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige eingereicht. Erdogan-Kritiker in der Schweiz seien teilweise aggressiven Massnahmen ausgesetzt, sagte er. Sie würden physisch bedroht und wirtschaftlich boykottiert. Laut Dittli soll eine E-Mail-Adresse eingerichtet worden sein, über die Personen nach Ankara gemeldet werden. (sda)