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«Verantwortung und Erwartungen gespürt»: Was die neue Bundesrätin Karin Keller-Sutter an ihrer ersten Medienkonferenz sagte

Die Entscheidung ist gefallen: Karin Keller-Sutter (FDP) und Viola Amherd (CVP) sind die neuen Bundesrätinnen und treten damit die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann und Doris Leuthard an. Beide haben es im ersten Wahlgang geschafft.
Linda Müntener

Die erste Medienkonferenz von Bundesrätin Karin Keller-Sutter zum Nachschauen:

15:47 Uhr

Auch wir erwarten gespannt den Freitag und die Departementsverteilung. Mit diesem Post beenden wir die Live-Berichterstattung aus Bern. Herzlichen Dank, dass Sie die Bundesratswahlen 2018 bei uns mitverfolgt haben. Wir wünschen einen schönen Tag.

15:21 Uhr

Journalist: «Wenn Sie die Wahl hätten, für welches Departement würden Sie sich entscheiden?»

Keller-Sutter sagt, dass sie auf diese Frage so antworten wolle, wie sie es bisher immer getan habe. Diplomatisch erklärt sie: «Natürlich habe ich Neigungen und Präferenzen. Aber das Wichtigste ist es, Mitglied des Gremiums zu sein. In jedem Departement gibt es interessante Aufgaben. Ich bin selbst gespannt, was am Freitag passiert.»

15:18 Uhr

Angesprochen auf ihre Favoritenrolle sagt Keller-Sutter, dass diese Rolle nicht nur angenehm gewesen sei. «Ich habe versucht, das etwas auszublenden und einfach in den Hearings und in Interviews mein Bestes zu geben. Mehr konnte ich auch nicht tun.»

15:16 Uhr

Journalisten-Frage: «Der Entwurf des Rahmenabkommens liegt auf dem Tisch – muss er neu verhandelt werden?»

Keller-Sutter antwortet: «Ich gehe davon aus, dass der Bundesrat das am Freitag besprechen wird – ohne mich. Er wird das Richtige tun. Ich gehe auch davon aus, dass das Dossier nicht erledigt sein wird, wenn ich antrete. Und ich werde mich da auf jeden Fall einbringen.»

16:13 Uhr

Auf das Rahmenabkommen mit der EU angesprochen, spricht sich Keller-Sutter gegen Abstriche beim Lohnschutz aus. Die Schweiz müsse diesen weiterhin eigenständig bestimmen können, sagt sie. Ihr als Freisinnige gehe es dabei auch um fairen Wettbewerb für Schweizer Unternehmen.

Die Flankierenden Massnahmen seien Teil eines Kompromisses zu den Bilateralen I, gibt Keller-Sutter weiter zu bedenken. Wenn das Lohnschutz-Niveau sinke, sei eine Abstimmung über die Personenfreizügigkeit nicht zu gewinnen. Es brauche in der Europapolitik eine Allianz, und dazu gehörten auch die Sozialpartner.

16:10 Uhr

Über die Wahl zweier Frauen zeigt sich die St.Gallerin erfreut. Sie spreche allerdings lieber von Chancengleichheit als von Feminismus, sagt sie auf eine entsprechende Frage. Diese müsse der Staat garantieren.

Dass die zwei neuen Mitglieder die Dynamik im Bundesrat verändern dürften, hat für Keller-Sutter weniger mit dem Geschlecht zu tun als mit den Persönlichkeiten. Mit jedem neuen Mitglied kämen neue Ideen und Sichtweisen in ein Gremium, stellte sie fest. Mit Blick auf den geringen und sinkenden Frauenanteil im Ständerat forderte sie die Parteien dazu auf, Frauen aufzubauen und für Kandidaturen zu motivieren.

16:07 Uhr

Auf die Frage, was sie mit Vorgänger Johann Schneider-Ammann verbinde, nennt Keller-Sutter das Streben nach einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung. Sie und Schneider-Ammann seien aber verschiedene Persönlichkeiten und gehörten verschiedenen Generationen an.

15:05 Uhr

Frage einer Journalistin: «Sie konnten sich Ihrer Wahl sicherer sein als Viola Amherd. Trotzdem waren Sie emotionaler. Warum?»

Keller-Sutter antwortet: «Weil ich emotional bin. Die Wahl hat mich sehr bewegt. Obwohl mir alle gesagt haben, dass es klappen wird – sicher ist man erst dann, wenn man gewählt ist. Und ich hab ja auch eine Geschichte, die ich mitbringe. Vor acht Jahren wurde ich nicht gewählt. Die Wahlannahme war sehr bewegend für mich. Da habe ich die Verantwortung und Erwartungen richtig gespürt.»

15:03 Uhr

Keller-Sutter beginnt die Medienkonferenz mit einem Dankeschön: «Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich nochmals herzlich für den Vertrauensbeweis der Bundesversammlung zu bedanken.»

Ebenfalls bedankt sie sich für die ruhige und würdige Wahl. Nach den vergangenen Wochen verspüre sie nun eine Erleichterung. Gleichzeitig habe sie grossen Respekt vor dem Amt. «Ich bin mir bewusst, dass sich mein Leben ändern wird», sagt sie. Am Wahltag sei das tief ins Bewusstsein gedrungen. Die Vereidigung sei ein bewegender Moment gewesen. «Ich habe die Verantwortung und Erwartungen fast physisch gespürt.»

Sie bedankt sich auch bei den Journalisten für die Zusammenarbeit und den konstruktiven Austausch der vergangenen Wochen. Sie stehe jetzt gerne für Fragen zur Verfügung.

15:00 Uhr

Fünf Stunden ist es her, seit Karin Keller-Sutter in die Landesregierung gewählt wurde. Jetzt tritt die frischgebackene Bundesrätin an ihrer ersten Medienkonferenz vor die Journalisten.

14:00 Uhr

Um 14 Uhr stellte sich Viola Amherd den Fragen der Journalisten. Hier gibt es die erste Medienkonferenz der CVP-Bundesrätin zum Nachschauen:

Sie wolle Brücken bauen im Bundesrat, den Dialog suchen, manchmal auch streiten, aber immer mit dem Ziel einer Lösungssuche. Das sagte die neu gewählte Bundesrätin Viola Amherd bei ihrem ersten Auftritt vor den Bundeshausmedien.

Als wichtige Herausforderungen nannte sie die Sicherung der Sozialwerke, das Verhältnis zur EU, die Digitalisierung oder den Service public. Auch Frauenthemen liegen der achten Bundesrätin am Herzen. Sie habe sich stets für die Gleichstellung von Mann und Frau eingesetzt, für Lohngleichheit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. «Diesen Themen werde ich treu bleiben.»

Ob sie ein Wunschdepartement hat, behielt Amherd jedoch für sich. Sie sei ein neugieriger Mensch, alle Departemente seien spannend. «Ich bin wirklich offen.» Amherd ist als Mitglied der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen und über Verbands- und Verwaltungsratsmandate mit Infrastrukturthemen vertraut. Zudem ist sie die einzige Juristin im Gremium.

Auch zu aktuellen politischen Fragen, insbesondere zur Europapolitik, äusserte sich Amherd nicht. Den Entscheid über das Rahmenabkommen werde der Bundesrat noch in seiner heutigen Zusammensetzung fällen. «Diesen Entscheid werde ich respektieren», sagte die Nachfolgerin von Doris Leuthard.

Auch sie zeigte sich überrascht, dass ihre Wahl so reibungslos und schnell über die Bühne gegangen ist. «Ich habe nicht erwartet, dass es nur einen Wahlgang braucht», sagte Amherd. Inzwischen habe sie bereits einen ereignisreichen Tag hinter sich. Sie gedenke, einen ruhigen Abend zu verbringen. «Aber ich denke, ein Apéro ist schon noch drin.»

Zum Nachlesen – Das waren die Bundesratswahlen 2018:

12:26 Uhr

Damit beenden wir die Live-Berichterstattung zu den Bundesratswahlen. Alles weitere zu diesem Thema finden Sie auf www.tagblatt.ch. Vielen Dank für Ihr Interesse!

12:24 Uhr

Auf dem Bundesplatz nimmt die frischgebackene Bundesrätin ein Bad in der Menge:

(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

12:20 Uhr

Die Ostschweizer Regierungskonferenz (ORK) gratuliert Karin Keller-Sutter. Die ORK hat bereits vor zwei Jahren die Erwartung geäussert, die Ostschweiz soll bei der nächsten Vakanz im Bundesrat wieder mit einer Vertreterin oder einem Vertreter der Region in der Landesregierung Einsitz nehmen können. «Mit der Wahl von Karin Keller-Sutter besteht nun die Möglichkeit, die Ostschweizer Perspektive in die politische Entscheidfindung einfliessen zu lassen», heisst es in der Medienmitteilung.

12:17 Uhr

In ihrer Heimatstadt ist man schon auf Karin Keller-Sutters Heimkehr vorbereitet.

12:11 Uhr

Die neue Bundesrätin Karin Keller-Sutter wird auf dem Bundesplatz von der Bevölkerung empfangen.

(Bild: Barbara Inglin)

(Bild: Barbara Inglin)

12:09 Uhr

Die neuen Bundesrätinnen im Interview

"Mein Mann würde nicht sagen, ich sei perfekt." Die frisch gebackene Bundesrätin Karin Keller-Sutter (FDP) gilt als Überfliegerin, der alles gelingt, was sie anpackt. Im Interview gibt sie sich bescheiden: Sie könne viele Dinge nicht und sei keinesfalls perfekt.

Auch Viola Amherd erzählt von ihren ersten Eindrücken nach der Wahl.

11:40 Uhr

Der Medienrummel im Bundeshaus ist gross:

(Bild: Barbara Inglin)

(Bild: Barbara Inglin)

(Bild: Barbara Inglin)

(Bild: Barbara Inglin)

(Bild: Barbara Inglin)

(Bild: Barbara Inglin)

11:18 Uhr

«Ein grandioser Tag für die Ostschweiz»

Derweil auf dem Bundesplatz: Die Freude über die KKS-Wahl ist immer noch gross.

Videos: Raphael Rohner

11:17 Uhr

Der Tagblatt-Video-Kommentar

So schätzt Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid den heutigen Wahltag ein:

11:04 Uhr

Die Departement-Frage

Der nächste spannende Punkt der Bundesratswahl ist die Frage nach der Verteilung der Departemente. Viola Amherd sagt dazu: «Ich bin Juristin, die kommen überall draus», und lacht. «Ich habe keine speziellen Ambitionen fürs Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement.»

Ueli Maurer ist neuere Bundespräsident

Ueli Maurer (SVP) ist indes als neuer Bundespräsident gewählt - mit 201 Stimmen. Simonetta Sommaruga wird mit 196 Stimmen zur Vizepräsidentin gewählt.

10:58 Uhr

Die St.Galler CVP ist schon in Wahlkampfstimmung

Die CVP Kanton St.Gallen gratuliert Karin Keller-Sutter zur Wahl in den Bundesrat. Sie freut sich, dass die Ostschweiz wieder im Bundesrat vertreten ist, schreibt sie in ihrer Medienmitteilung. Durch die heutige Wahl von Karin Keller-Sutter in den Bundesrat wird ein St.Galler Ständeratssitz frei. Die CVP ist entschlossen, den vor sieben Jahren verlorenen Sitz im Ständerat zurückzugewinnen. Sie verfügt über mehrere mögliche Kandidierende, schreibt sie weiter. «Nach der Nominationsversammlung vom 15. Dezember wird die CVP mit einer überzeugenden Kandidatur den Ständeratswahlkampf eröffnen.»

10:55 Uhr

Der Unterlegene

Hans Wicki ist überhaupt nicht enttäuscht, freut sich, wieder als Ständerat aktiv zu sein. Enttäuscht ist er aber von den Medien. Diese hätten sehr einseitig nur über Karin Keller-Sutter berichtet, sagt er.

Trotz Niederlage ein gefragter Mann - auf jeden Fall heute noch: Hans Wicki. (Bild: Barbara Inglin)

Trotz Niederlage ein gefragter Mann - auf jeden Fall heute noch: Hans Wicki. (Bild: Barbara Inglin)

10:52 Uhr

Was wird sich mit dem «Tag der Frau» künftig ändern? Für Christa Markwalder ist klar, dass die Teilung der Macht selbstverständlicher wird und dass die neuen Bundesrätinnen sich für Frauen im Bundesrat und Gleichstellung einsetzten werden.

10:49 Uhr

Abschied von Pascale Bruderer und Toni Brunner

Während für die einen eine neue Zeit im Bundeshaus beginnt, geht sie für andere zu Ende. Hier nehmen zwei bekannte Gesichter Abschied vom Politbetrieb in Bundesbern: SVP-Nationalrat Toni Brunner und SP-Ständerätin Pascale Bruderer.

10:44 Uhr

Die Unterlegene

Die nicht gewählte Heidi Z’graggen sagt nach ihrer Niederlage: «Ich würde den Mut wieder fassen.» Bereits beim ersten Wahlgang unterlag CVP-Bundesratskandidatin Heidi Z’graggen deutlich ihrer Konkurrentin Viola Amherd. Enttäuschung zeigt sie sich jedoch nicht.

SP-Vizepräsident Beat Jans zum Abschneiden von Heidi Z‘graggen: «Der Depp-Satz hat ihr sehr geschadet. Nicht der Satz an sich – ihr unsouveränes, ausweichendes Handling damit. Das kam nicht gut an.»

Trost für die Verlierin gibt's von CVP-Kollegin Elisabeth Schneider-Schneiter:

(Bild: Patrik Müller)

(Bild: Patrik Müller)

10:39 Uhr

Freude bei der FDP und bei den St.Gallern

Anhänger der FDP jubeln über die Wahl von Karin Keller-Sutter, im Restaurant Äusseren Stand in Bern.

(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

Freude auch bei der St.Galler Delegation in Bern:

10:36 Uhr

Das sind unsere sieben Bundesrätinnen und Bundesräte

Die neugewählten Bundesrätinnen Karin Keller-Sutter, 2. von rechts, und Viola Amherd, 3. von rechts, posieren mit dem Gesamtbundesrat, von links, Bundespräsident Alain Berset, Ueli Maurer, Simonetta Sommaruga, Guy Parmelin, Ignazio Cassis und Bundeskanzler Walter Thurnherr im Bundeshaus in Bern.

(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

10:34 Uhr

Der Tagblatt-Kommentar zur Wahl

10:27 Uhr

Juso-Präsidentin Tamara Funiciello macht Druck

Die Reaktionen auf die Wahl der beiden Frauen in den sozialen Medien lassen nicht auf sich warten:

10:20 Uhr

Eine Feier für Karin Keller-Sutter und das Volk

Die St.Galler Staatskanzlei schreibt zur Wahl: "Die Regierung des Kantons St.Gallen sieht in der Wahl vor allem ein wichtiges Zeichen an die Bevölkerung: Der Bundesrat vertritt als Regierung alle Landesteile und stiftet so Identifikation." Die geografische Herkunft der Mitglieder des Bundesrates sei deshalb in erster Linie aufgrund ihrer Aussenwirkung wichtig. "Es besteht zudem die Möglichkeit, die Ostschweizer Perspektive in die politische Entscheidfindung einfliessen zu lassen."

Der Kanton St.Gallen wird seine neue Bundesrätin zusammen mit der Bevölkerung feiern. Die Feier findet am Donnerstag, 13. Dezember, in St.Gallen und in Wil statt. Die Feier beginnt um 14.25 Uhr beim Bahnhof St.Gallen und um 15.15 Uhr in der Lokremise St.Gallen. Im kreisförmigen Innenhof der Lokremise wird die Bevölkerung auf die neue Bundesrätin anstossen können. Anschliessend reist Karin Keller-Sutter mit ihren Gästen weiter nach Wil, wo sie mit der Bevölkerung beim Hofplatz zu Wil feiern wird.

Ersatzwahl für den Ständeratssitz am 10. März

Da mit der Wahl von Karin Keller-Sutter zur Bundesrätin ein Ständeratssitz des Kantons St.Gallen frei wird, ist eine Ersatzwahl nötig. Der erste Wahlgang findet am 10. März 2019 statt. Ein allfälliger zweiter Wahlgang ist auf den 19. Mai 2019 terminiert.

10:16 Uhr

Gratulationen auch aus dem Thurgau: SVP-Nationalrätin Verena Herzog twittert ihre Glückwünsche an KKS:

10:13 Uhr

Die FDP des Kantons St.Gallen gratuliert ihrer Bundesrätin in einer Medienmitteilung: "Der 5. Dezember 2018 geht als historischer Tag in die Geschichte ein: Für den Kanton St.Gallen und den St.Galler Freisinn", so Kantonalpräsident und Kantonsrat Raphael Frei. Der Kanton St.Gallen ist seit dem Rücktritt von CVP-Bundesrat Kurt Furgler im Jahr 1986, der St.Galler Freisinn seit 1954 nicht mehr im Bundesrat vertreten. "Wir sind ungemein stolz, dass der Kanton St.Gallen und die Ostschweiz nun mit einer solch profilierten und kompetenten Persönlichkeit in der Landesregierung vertreten ist. Wir gratulieren unserer Karin von Herzen. Viel Erfolg und das nötige Glück, Frau Bundesrätin!", betont Frei.

10:08 Uhr

Jubel in Wil über die Wahl von Karin Keller-Sutter:

10:06 Uhr

Die Vereidigung

Jetzt werden die neuen Bundesrätinnen vereidigt.

(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

10:04 Uhr

"Mit meiner Wahl beenden Sie ein dornenvolles Kapitel Bundesratsgeschichte der Frauen in der FDP", sagt Karin Keller-Sutter. Jetzt kehre wieder Normalität ein. Die St. Gallerin ist die erste FDP-Vertreterin im Gremium seit Elisabeth Kopp, die aus dem Amt gedrängt wurde.

(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

09:58 Uhr

Keller-Sutter dankt dem Parlament "von ganzem Herzen" in ihrer Rede. "In unserem Land mit seinen politischen Institutionen hat ein Mensch nur einen bedingten Einfluss. Wenn wir etwas erreichen wollen, wenn wir Lösungen erarbeiten wollen, können wir das nur gemeinsam", sagt die neue Bundesrätin. Sie habe grossen Respekt vor der Aufgabe. "Ich bitte Sie, mich konstruktiv kritisch zu begleiten."

09:54 Uhr

Karin Keller-Sutter ist neue Bundesrätin

Die Parlamentarier kehren zurück in den Saal, die Stimmen für den FDP-Sitz sind ausgezählt. Gewählt ist im ersten Wahlgang mit 154 Stimmen Karin Keller-Sutter. Damit ist die Ostschweiz wieder in der Landesregierung vertreten.

(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

243 Wahlzettel sind bei der Wahl von Karin Keller-Sutter eingegangen. Weil zwei Parlamentarier abwesend sind, bedeutet das, dass Ständerätin Karin Keller-Sutter selbst nicht mitgewählt hat. Hans Wicki hat 56 Stimmen erhalten - ein Achtungserfolg für den Nidwaldner Ständerat.

Nachfolge Johann Schneider-Ammann

1. Wahlgang
Karin Keller-Sutter
Karin Keller-Sutter
FDP
154
Hans Wicki
Hans Wicki
FDP
56
Absolutes Mehr
119 Stimmen
Hans Wicki gratuliert Karin Keller-Sutter. (Bild: Keystone)

Hans Wicki gratuliert Karin Keller-Sutter. (Bild: Keystone)

09:54 Uhr

"Das Wahlresultat der CVP ist eine Niederlage für Parteipräsident Gerhard Pfister", sagt Grünen-Präsidentin Regula Rytz. Die Berner Nationalrätin rechnete damit, dass die Hälfte der SVP-Fraktion Gerhard Pfister als wilden Kandidaten wählen würde. Der CVP-Präsident erhielt aber immerhin 17 Stimmen - obwohl der Zuger im Vorfeld wiederholt entschieden sagte, er würde eine Wahl nicht annehmen.

09:49 Uhr

Freude herrscht auch in Bundesbern: Regula Rytz, Grüne Parteipräsidentin, legt in der Wandelhalle ein Tänzchen hin. "Zwei neue Frauen im Bundesrat", ruft sie freudestrahlend. Lange hätten die Frauen dafür kämpfen müssen, sogar einen Rückfall auf eine Einervertretung habe sie noch vor einigen Monaten befürchtet.

09:46 Uhr

Der Champagner steht in Wil bereits bereit.

(Bild: Gianni Amstutz)

(Bild: Gianni Amstutz)

09:41 Uhr

Dass Viola Amherd die Wahl im ersten Wahlgang schaffen würde, kam unerwartet. Dementsprechend schnell steigt nun die Spannung beim Public Viewing im Hof zu Wil. Nun geht es um die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann und die Frage: Wird Karin Keller-Sutter die erste Wiler Bundesrätin? Die Medienschaffenden beim Public Viewing gehen bereits in Stellung, um die besten Bilder der Jubelnden einzufangen, sollte KKS die Wahl im ersten Wahlgang schaffen.

09:39 Uhr

Der bisherige Bundesrats-Wahltag in Bildern - klicken Sie sich durch unsere Galerie:

Und das erste Selfie mit der neuen Bundesrätin:

09:35 Uhr

Die FDP Schweiz hängt heute alle ab: Sie gratuliert der neuen Bundesrätin von der Konkurrenzpartei CVP mit einem Mediencommuniqué nur gerade acht Minuten nach Viola Amherds Wahl - die CVP hat noch nicht reagiert.

09:34 Uhr

Die Stimmen werden ausgezählt. Wer heute genau hinhört, weiss einen Tick früher, ob Karin Keller-Sutter gewählt ist. Da Nationalratspräsidentin Marina Carobbio die Sitzung auf Italienisch führt, verrät die weibliche Form des Verbs "gewählt ist" den Entscheid des Parlaments, bevor der Name fällt. Sagt Carobbio "eletta è", handelt es sich um eine Frau. Sagt sie "eletto è" handelt es sich um einen Mann. Auf deutsch und französisch hört man gesprochen die Unterschiede nicht.

09:27 Uhr

Die FDP-Nachfolge wird gewählt

Jetzt geht es an die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann. Wird Karin Keller-Sutter im ersten Wahlgang gewählt? Wie viele Stimmen erhält Hans Wicki? Keller-Sutter könnte die magische 200-Stimmen-Marke knacken, darin sind sich CVP-Parlamentarier einig.

Karin Keller-Sutter scheiterte bei den Wahlen 2010 an Johann Schneider-Ammann, sie machte damals auch weniger Stimmen als SVP-Herausforderer Jean-François Rime. Im ersten Wahlgang holte die St.Gallerin 44 Stimmen, im zweiten Wahlgang 55 Stimmen, im dritten Wahlgang 66 und im vierten Wahlgang 74 Stimmen. Schneider-Ammann wurde im 5. Wahlgang mit 144 Stimmen gewählt – 93 entfielen auf Rime.

09:26 Uhr

Die Zentralschweiz dürfte bei den Bundesratswahlen damit heute leer ausgehen: Die Urnerin Heidi Z’graggen unterliegt bei der CVP der Walliserin Viola Amherd. Bei der FDP wird der Nidwaldner Hans Wicki mit grosser Wahrscheinlichkeit gegen die St. Gallerin Karin Keller-Sutter verlieren.

09:23 Uhr

Heidi Z'graggen hat 60 Stimmen erhalten. Im Vergleich zu Maudet, der im ersten Wahlgang 62 gemacht hat ein gutes Ergebnis. Im ersten Wahlgang teilen sich die Stimmen erfahrungsgemäss auf.

17 Stimmen gehen an CVP-Präsident Gerhard Pfister. Diese kommen wohl aus dem FDP- und SVP-Lager. Nicht alle in diesen waren mit der Auswahl zufrieden. 15 Stimmen gehen an Verschiedene. Entgegen der Angaben von Mittelinks wurde damit in diesem Flügel sehr geschlossen für Viola Amherd gestimmt.

Nachfolge Doris Leuthard

1. Wahlgang
Viola Amherd
Viola Amherd
CVP
148
Heidi Z'graggen
Heidi Z'graggen
CVP
60
Absolutes Mehr
121 Stimmen
09:19 Uhr

Viola Amherd im ersten Wahlgang gewählt

Die Stimmen im ersten CVP-Wahlgang sind ausgezählt:
Ausgeteilte Wahlzettel 244, eingegangene Wahlzettel 244, leer gingen vier ein. Gewählt ist mit 148 Stimmen Viola Amherd - überraschend im ersten Wahlgang.

09:14 Uhr

Eine Wette zum Wahlgang

Der Zuger Ständerat Joachim Eder ist felsenfest überzeugt: Gewählt werden heute Viola Amherd und Karin Keller-Sutter. Der FDP-Standesherr ist sich seiner Sache so sicher, dass er mit den FDP Frauen des Kantons Zug eine Wette eingegangen ist: Werden andere gewählt, spendet Eder den FDP Frauen 200 Franken pro falsche Prognose. Dagegen gewettet haben die FDP Frauen nicht: Liegt Eder richtig, gewinnt er nichts.

09:11 Uhr

Die St.Galler sind da

09:09 Uhr

Wasserfallen greift vor

Währenddessen im Bundeshaus greift FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen schon einmal vor:

09:03 Uhr

Wil will Geschichte schreiben

Während die Stimmen ausgezählt werden, ein Blick nach Wil: Dort spricht Claudio Altwegg, Präsident der FDP-Wil, beim Public Viewing im Hof zu Wil von einem guten Tag, um Geschichte zu schreiben. "Als Stadt mit den meisten Vertretern in der Legislative gemessen an der Einwohnerzahl ist es an der Zeit, dass wir auch in der Regierung vertreten sind."

(Bild: Gianni Amstutz)

(Bild: Gianni Amstutz)

Die Wahl der CVP-Nachfolge

09:03 Uhr

Die Stimmenzähler machen sich an die Arbeit, die Parlamentarier diskutieren in der Wandelhalle über den ersten Wahlgang. Ziel der Kandidaten ist das absolute Mehr. Das ist die Hälfte der gültigen Wahlzettel plus eins. Gestern wurden die Stimmenzähler nochmals gebrieft, was als gültiger Wahlzettel durchgeht. Voraussetzung ist, dass die Person wählbar ist. Also Schweizerin oder Schweizer und mindestens 18 Jahre alt. Der Name muss der Person klar zugeordnet werden können. Das bedeutet: Auch wenn jemand nicht genau weiss, wie man Heidi Z’graggen schreibt, lässt sich der Name zuordnen. Das Büro der Stimmenzähler hat entschieden, dass auch wer KKS auf den Stimmzettel schreibt, unmissverständlich ausdrückt, dass Karin Keller-Sutter gemeint ist.

08:59 Uhr

Es gilt ernst: Die Büromitglieder verteilen die Wahlzettel für den ersten Durchgang für den Sitz von Doris Leuthard. Die Bulletins haben bei jedem Wahlgang eine andere Farbe - zu Beginn ist es gelb.

08:55 Uhr

CVP-Fraktionschef Filippo Lombardi präsentiert das CVP-Ticket: Viola Amherd und Heidi Z'graggen. Die Partei sei überzeugt, dass das neue Mitglied sich mit allen Kräften für die Zukunft der Schweiz einsetzen werde. Man wolle am Zusammenhalt der Schweiz mitwirken.

08:54 Uhr

Nur die CVP-Fraktion will vor den Wahlen das Wort ergreifen. Dass die Fraktionen weitgehend auf ihre Redezeit verzichten, deutet auf eine geordnete Wahl hin. Es gibt kein Diskussionsbedarf, die Meinungen sind gemacht.

08:51 Uhr

Der Bundesrat zieht sich jetzt zurück, es folgt die erste Wahl - jene für die Nachfolge für den CVP-Sitz. Im ersten Wahlgang ist vor allem interessant, wie viele Stimmen Personen machen, die nicht auf dem Ticket sind (etwa Gerhard Pfister und Walter Thurnherr). Im zweiten Wahlgang lassen sich Vergleiche ziehen: Pierre Maudet hat vor einem Jahr 90 Stimmen als Aussenseiter gemacht.

08:48 Uhr

Das Walliser Wasser steht bereit

Bei der Vorbereitung für den Wahlapéro im Untergeschoss des Bundeshauses scheint man sicher zu sein, dass bei der CVP die Walliserin Viola Amherd siegen wird.

(Bild: Fabian Fellmann)

(Bild: Fabian Fellmann)

Die Würdigung von Johann Schneider-Ammann

08:46 Uhr

Schneider-Amman blickt auf seine Amtszeit zurück: "Souveränität heisst nicht, dass man rückwärts schaut, sondern so zu steuern, dass den langfristigen Interessen des Landes gedient ist." Das sei für ihn immer im Vordergrund gestanden. Deshalb sei ihm die Berufsbildung so wichtig gewesen. Schneider-Ammann erhält langen Applaus nach seiner gelungenen Rede - in der er für einmal auf seinen geliebten Schlachtruf "Jobs, Jobs, Jobs" verzichtet hat.

(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

08:46 Uhr

"Jetzt blüht Schneider-Ammann aber nochmals auf", flüstert eine SP-Parlamentarierin ihren Kollegen zu.

08:39 Uhr

Schneider-Ammann eröffnet seine Rede mit folgenden Worten: "Wenn Sie mich fragen, was mein Lieblingsmöbel ist, käme mir bestimmt kein Rednerpult in den Sinn". Spontanapplaus und Gelächter. Heute trete er nur ans Pult, um sich zu verabschieden - und um dem Parlament alles Gute zu wünschen.

08:29 Uhr

Zurück in Bern: Jetzt wird Johann Schneider-Ammann verabschiedet. Die Nationalratspräsidentin Marina Carobbio würdigt ihn. "Wir konnten feststellen, wie engagiert sie sich fürs duale Berufsbildungssystem einsetzten", sagt sie. Er sei auch im Ausland einer der wichtigsten Promotoren der Schweiz gewesen.

08:26 Uhr

Auf dem Weg nach Bern

Im Zug nach Bern sitzt auch Guido Germann aus Bad Ragaz. Er war früher im Wahlstab von Karin Keller-Sutter, einige Zeit sogar als Wahlstabschef. Er sagt heute: "Karin Keller-Sutter wirkt nur nach aussen hart, sie hat aber einen weichen Kern. Sie sei sehr empathisch, habe aber durch die Medien ein falsches „Etikett“ bekommen.

(Bild: Lara Wüest)

(Bild: Lara Wüest)

08:21 Uhr

Public Viewing in der KKS-Heimat

Derweil in Wil: Die Schweiz schaut gespannt nach Bern. Auch in Karin Keller-Sutters Heimatstadt haben sich Gäste und Bevölkerung zu einem Public Viewing zusammengefunden. Dazu eingeladen hat die FDP Wil, jene Partei also, in der KKS 1992 ihre politische Karriere startete.

(Bild: Gianni Amstutz)

(Bild: Gianni Amstutz)

Auch die Medien sind zahlreich im Hof zu Wil erschienen. Noch ist die Stimmung relativ ruhig. Alle warten hier auf die Ersatzwahl für den Bundesratssitz von Johann Schneider-Ammann. Wer dabei gewinnen wird, daran zweifelt am Public Viewing in Wil niemand.

(Bild: Gianni Amstutz)

(Bild: Gianni Amstutz)

08:17 Uhr

Die Würdigung von Doris Leuthard

Jetzt spricht Doris Leuthard: "Ich habe meine Arbeit als ehrenvolles Privileg empfunden. Es war eine spannende und sehr intensive Zeit." Dann hält sie ein Plädoyer fürs EU-Rahmenabkommen und ruft zu Respekt vor Minderheiten auf. Leuthards grösster Dank geht an ihren Mann. Ihr Appell an alle: "Kämpfen Sie für unser schönes Land!" Mit grossem Applaus wird die Bundesrätin verabschiedet.

08:12 Uhr

Nie sei Doris Leuthard emotional geworden, sagt Marina Carobbio in ihrer Würdigung über die Bundesrätin - darüber muss nicht nur das Parlament sondern auch Doris Leuthard selber lachen.

Doris Leuthard trägt eine Jacke aus der aktuellen Winterkollektion von Akris aus St.Gallen. Der Stoff ist St. Galler Stickerei. (Bild: Keystone)

Doris Leuthard trägt eine Jacke aus der aktuellen Winterkollektion von Akris aus St.Gallen. Der Stoff ist St. Galler Stickerei. (Bild: Keystone)

08:02 Uhr

Es geht los. Die Nationalratspräsidentin Marina Carobbio hat die Sitzung eröffnet. Zuerst werden CVP-Bundesrätin Doris Leuthard und FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann verabschiedet und gewürdigt. Schauen Sie sich die Amtszeit der beiden nochmals im Video-Rückblick an:

07:58 Uhr

Der Zuger CVP-Ständerat Peter Hegglin sagt heute Morgen: "Bundesratswahlen sind immer etwas spezielles, diese natürlich besonders. Es hat auch sein Gutes, dass ich nicht nominiert wurde. Ich habe an Lebensqualität gewonnen und wieder mehr Zeit für mich. Jetzt hoffe ich, dass ein Zentralschweizer das Rennen macht. Es ist eminent wichtig, dass die Regionen vertreten sind im Bundesrat."

07:56 Uhr

Heidi Z'graggen gibt sich zuversichtlich

07:54 Uhr

Letzte Stärkung vor der Wahl

Parlamentarier trinken Espressi im Café „Vallaton“ des Bundeshauses.

(Bild: Sven Altermatt)

(Bild: Sven Altermatt)

07:52 Uhr

Die SP äussert sich

Jetzt ist bekannt: Die SP bestimmt Stimmfreigabe für den CVP-Sitz. "Diese Zurbriggen kennt man im Bundeshaus einfach nicht", sagt ein SP-Ständerat.

07:51 Uhr

Die Vertretung der Kantone

Lange stand in der Verfassung: pro Kanton maximal ein Bundesrat. Dies sollte eine Dominanz grosser Kantone verhindern. Seit 1999 ist nur noch «Rücksicht zu nehmen, dass Landesgegenden und Sprachregionen angemessen vertreten sind». Mittlerweile konnte fast jeder Kanton einen Bundesrat stellen. Ausnahmen sind: Uri, Schwyz, Nidwalden, Schaffhausen und Jura.

07:48 Uhr

Der St.Galler SVP-Nationalrat Lukas Reimann schreibt auf Twitter, er werde heute "für die Ostschweiz und die Innerschweiz" wählen.

07:37 Uhr

Wer ins Bundeshaus darf

2562 Personen verfügen über einen Dauerzutritt ins Parlamentsgebäude, wovon 323 Personen im Bundeshaus für Medien zuständig sind.

07:32 Uhr

Was ist in der Nacht der langen Messer passiert?

Die Einschätzung von Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid:

Der Kommentar von Chefredaktor CH Media Patrick Müller:

07:32 Uhr

Die St.Galler Delegation ist auf dem Weg

07:26 Uhr

Das Volk würde KKS wählen

FDP-Kandidatin Karin Keller-Sutter ist nicht nur im Parlament, sondern auch im Volk die grosse Favoritin. In einer Tamedia-Umfrage erhält sie 59 Prozent der Stimmen. FDP-Kandidat Hans Wicki erhält lediglich 9 Prozent. 11 Prozent wünschen sich eine andere Kandidatur, 21 Prozent legen sich nicht fest.

07:21 Uhr

Die Favoritin ist da

Die St.Galler Bundesratskandidatin Karin Keller-Sutter ist vor dem Bundeshaus eingetroffen.

Karin Keller-Sutter, die Favoritin, ist da. (Bild: Barbara Inglin)

Karin Keller-Sutter, die Favoritin, ist da. (Bild: Barbara Inglin)

07:21 Uhr

Das Geschlechterverhältnis

Werden heute zwei Frauen auf einmal in den Bundesrat gewählt, ist das ein historisches Ereignis für die Schweiz. Bisher waren lediglich sieben Frauen im Bundesrat. Elisabeth Kopp (FDP), die erste von bisher sieben Frauen im Bundesrat, wurde 1984 gewählt und fünf Jahre später zum Rücktritt gedrängt. 2010/2011 gab es rund 14 Monate lang eine weibliche Mehrheit in der Landesregierung. Dafür sorgten Micheline Calmy-Rey (SP, Genf), Doris Leuthard (CVP, Aargau), Eveline Widmer-Schlumpf (BDP, Graubünden) und Simonetta Sommaruga (SP, Bern).

07:18 Uhr

Die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr schreibt auf Twitter: "Guten Morgen am Tag, wo zum ersten Mal zwei Frauen in den Bundesrat gewählt werden."

07:16 Uhr

Wen sehen die Medien vorne?

Wenn’s um die FDP-Nachfolge geht, sind sich die Medien einig: Karin Keller-Sutter macht das Rennen. "Seit sie ihre Bereitschaft zu einer Kandidatur erklärt hat, kann man sich kaum noch Umstände ausmalen, unter denen sie diese Wahl nicht schaffen könnte", schreibt etwa die NZZ. Denn die ehemalige St.Galler Regierungsrätin bringt nicht nur Exekutiverfahrung mit. Sie ist in der Wirtschaft vernetzt, als Ständeratspräsidentin im Bundeshaus ein politisches Schwergewicht, als Konferenz-Dolmetscherin (fremd)sprachlich versiert. Und: Mit ihr wäre die Ostschweiz wieder im Bundesrat vertreten.

Weniger klar ist die Prognose bei der CVP. Viola Amherd und Heidi Z’graggen haben vieles gemeinsam, in der Europa-Politik positionieren sie sich aber unterschiedlich. Z’graggen zeigt sich als EU-Skeptikerin. Die Europafrage sei denn auch der wunde Punkt bei dieser Wahl, schreibt die Aargauer Zeitung. Die NZZ sieht kurz vor der Wahl nach wie vor Viola Amherd vorne. Auch der Walliser Bote attestiert "seiner" Nationalrätin "gute Chancen".

07:15 Uhr

So läuft die Wahl ab

Der zeitliche Ablauf der heutigen Wahlen hängt stark von der Zahl der benötigten Wahlgänge ab. Die Parlamentsdienste rechnen mit folgendem Fahrplan:

- 8 Uhr bis 9 Uhr: Die zurücktretenden Mitglieder des Bundesrats Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann werden verabschiedet.
- 9 Uhr: Startschuss für die Wahl des CVP-Sitzes «Leuthard» mit allfälligen Fraktionserklärungen.

Anschliessend werden pro Wahlgang etwa 20 Minuten eingerechnet. Nach der Wahl folgt die Erklärung der Wahlannahme. Das gleiche Prozedere steht anschliessend für den FDP-Sitz von Johann Schneider-Ammann auf dem Programm. Danach werden die beiden neuen Mitglieder des Bundesrates gemeinsam vereidigt.

07:08 Uhr

Auf dem Weg zu Karin Keller-Sutter: Am Bahnhof in Wil haben sich 12 Frauen eingefunden. Sie gehören zu den "Business and Professional Women" und haben sich gelbe Schals umgebunden. Von Müdigkeit keine Spur, die Stimmung ist heiter. Auf nach Bern.

Von Wil nach Bern - die Stimmung ist heiter. (Bild: Benjamin Manser)

Von Wil nach Bern - die Stimmung ist heiter. (Bild: Benjamin Manser)

Die Frauen-Gruppe aus Wil präsentiert auf dem Weg nach Bern stolz ihr Plakat für Karin Keller-Sutter. (Bild: Lara Wüest)

Die Frauen-Gruppe aus Wil präsentiert auf dem Weg nach Bern stolz ihr Plakat für Karin Keller-Sutter. (Bild: Lara Wüest)

07:03 Uhr

Die Nacht der langen Messer

Der gestrige Abend - die sogenannte "Nacht der langen Messer" war der Dreh- und Angelpunkt der Schweizer Politik. Überraschungen hat der Abend aber keine gebracht. So sagte etwa Nationalrat Markus Ritter (CVP/SG) «Es ist alles entschieden. Der Mist ist geführt.» Der nächste richtig spannende Termin sei erst am Freitag, wenn es um die Departementsverteilung gehe.

06:59 Uhr

Das sagen die Parteien

Die SVP hat nach den Hearings ihre Präferenz bekannt gegeben. Bei der FDP bevorzugt die Fraktion klar Karin Keller-Sutter. Bei der CVP erhielt Heidi Z'graggen in einer Abstimmung in der SVP-Fraktion 38 Stimmen. Auf Viola Amherd, entfielen zehn Stimmen. Sieben Fraktionsmitglieder legten leer ein. Die FDP hat keine Empfehlung zum CVP-Ticket gegeben, die CVP gibt keine Empfehlung für die FDP-Nachfolge. Auch die SP hält sich bisher zurück mit Wahlempfehlungen. Die Grünen empfehlen Karin Keller-Sutter und Viola Amherd, ebenso die Grünliberalen.

06:53 Uhr

Die Ausgangslage

Guten Morgen und herzlich willkommen zum Tag der Entscheidung in Bern. Heute wählt die vereinigte Bundesversammlung zwei neue Mitglieder des Bundesrats – die Nachfolge von CVP-Bundesrätin Doris Leuthard und FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

Für die FDP – und die Ostschweiz – steigt die Wiler Ständerätin Karin Keller-Sutter ins Rennen. Ihre Wahl gilt als sicher. Der zweite Kandidat auf dem FDP-Ticket, der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki, scheint gegen die Kronfavoritin chancenlos.

Spannender dürfte die Wahl für den CVP-Sitz sein. Die Partei hat die Walliser Nationalrätin Viola Amherd und die Urner Regierungsrätin Heidi Z’graggen auf ihr Ticket gesetzt. So könnten heute also zwei Frauen auf einmal in den Bundesrat gewählt werden – ein historisches Ereignis für die Schweiz.

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