USA helfen Mexiko mit 80 Millionen Dollar im Anti-Drogen-Kampf

Die USA wollen dem Nachbarland Mexiko für den Kampf gegen die Drogenkartelle mehr als 80 Millionen Dollar zum Kauf von Blackhawk-Helikoptern zur Verfügung stellen.

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Mexikanische Soldaten auf Drogenfahndung

Mexikanische Soldaten auf Drogenfahndung

Keystone

"Diese Helikopter werden der mexikanischen Polizei helfen, offensiv und erfolgreich gegen die von den Kartellen ausgehende Bedrohung vorzugehen", sagte US-Aussenministerin Hillary Clinton am Mittwoch (Ortszeit) bei einem Besuch in Mexiko-Stadt.

US-Präsident Barack Obama hatte zuvor angekündigt, dass sich die USA zum Schutz ihrer Bürger stärker in die Bekämpfung der brutalen Kämpfe zwischen den Drogenkartellen einschalten wollten. Im vergangenen Jahr starben in den mexikanischen Drogenkriegen mindestens 5300 Menschen.

Auf dem Flug von Washington nach Mexiko sprach Clinton ungewohnt offen die Mitverantwortung der USA für den Drogenkrieg an. "Unsere unersättliche Nachfrage nach illegalen Drogen befeuert den Drogenhandel", sagte die Aussenministerin.

Zugleich gelinge es den US-Behörden nicht, den Waffenhandel über die Grenze nach Mexiko zu stoppen. "Diese Waffen verursachen den Tod von Polizisten, Soldaten und Zivilisten."

Clinton stellte schärfere Grenzkontrollen in Aussicht und versprach, die Anschaffung neuer Waffensysteme für die mexikanischen Sicherheitskräfte mit Mitteln aus der so genannten Merida-Initiative zu beschleunigen.

Die 2007 vom US-Kongress verabschiedete Initiative sieht vor, den Ländern in Zentralamerika und der Karibik über drei Jahre insgesamt 1,6 Milliarden Dollar für die Kriminalitätsbekämpfung zur Verfügung zu stellen.