Untergetauchte Personen und «andere Abgänge»

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Binnen Jahresfrist ist die Zahl derer, die vor dem Entscheid über ihr Asylgesuch untertauchen, um zwei Drittel gestiegen. Keinerlei Zugriff hat die Schweiz dabei auf jene Untergetauchten, die ihr Glück ausserhalb unseres Landes suchen. Es sei denn, sie stellten innerhalb der EU neuerlich ein Asylgesuch und würden ins Land des ursprünglich gestellten Gesuchs zurückgeführt. Unterschiedlich verhält es sich bei jenen, die in der Schweiz bleiben (siehe Haupttext). Die untergetauchten Asylsuchenden sind nicht die einzigen, die tatsächlich und statistisch verschwinden: Zu diesen 8943 Personen kommen noch einmal deren 4947, die unter «andere Abgänge» fallen. Hier handelt es sich vor allem um ­Personen, die aufgrund eines Zweit- oder eines Wiedererwägungsgesuchs in den Asylprozess zurückkehren. Oder aber um sogenannte administrative Abschreibungen (Mehrfachregistrierungen, Doppelgesuche) und Todesfälle. (bbr)