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Ueli Maurer ist «stolz» auf Pilatus

Die Bundesratsreise führte ausgerechnet ins «Pilatus-Land» nach Stans. Dort versuchte Bundespräsident Ueli Maurer die Wogen etwas zu glätten.
Kari Kälin
Pilatus-Angestellte machten ihrem Ärger über den Entscheid des Aussendepartements Luft. Bundespräsident Ueli Maurer versuchte während seiner Rede in Stans zu beruhigen. (Bild: Christian H. Hildebrand, 5.Juli 2019)

Pilatus-Angestellte machten ihrem Ärger über den Entscheid des Aussendepartements Luft. Bundespräsident Ueli Maurer versuchte während seiner Rede in Stans zu beruhigen. (Bild: Christian H. Hildebrand, 5.Juli 2019)

Die Bundesratsreisen dienen auch dem lockeren Austausch mit der Bevölkerung. In Stans NW holte die Landesregierung aber am Freitag ein Thema ein, das die Nidwaldner Bevölkerung zurzeit aufwühlt wie kein anderes: Der Entscheid des Aussendepartements in Bern, die Pilatus- Flugzeugwerken aus Saudi-Arabien zu «vertreiben». Als Bundespräsident Ueli Maurer (SVP) ans Mikrofon trat, schossen direkt neben der Rednerbühne mehrere Tafeln mit der Aufschrift «Bundesbern zerstört Arbeitsplätze bei den Pilatus Flugzeugwerken» in die Höhe. Rund 20 Personen, darunter mehrere Pilatus-Mitarbeiter, demonstrierten friedlich gegen den Entscheid aus Bern. Organisiert wurde der Protest von Albert Frank. Der ehemalige SVP-Landrat betonte, hinter der Aktion stehe keine Partei. Sein Sohn habe bei den Pilatus-Werken eine Lehre als Flugzeugkonstrukteur absolviert, sagte Frank.

Aussenminister Ignazio Cassis wiegelt ab

Ueli Maurer sprach von «atmosphärischen Störungen» zwischen Bern und Nidwalden, die man jetzt nicht auf dem Dorfplatz beheben könne. Er zeigte sich zuversichtlich, Lösungen zu finden. Er betonte, wie stolz der Bundesrat auf die Pilatus-Werke sei. Schliesslich fliege dieser im Pilatus-Bundesratsjet um die ganze Welt.

Stellte sich gestern der Kritik der Nidwaldner Bevölkerung: Aussenminister Ignazio Cassis. (Bild: Christian H. Hildebrand, 5.Juli 2019)

Stellte sich gestern der Kritik der Nidwaldner Bevölkerung: Aussenminister Ignazio Cassis. (Bild: Christian H. Hildebrand, 5.Juli 2019)

Auffällig oft wurde Aussenminister Ignazio Cassis von der Nidwaldner Bevölkerung auf die Pilatus-Affäre angesprochen. Der FDP-Politiker entgegnete, der Entscheid richte sich nicht gegen die Firma. Die Kontroverse um das «faktische Exportverbot», wie es Pilatus nennt, wird die Politik noch eine Weile beschäftigen. Der Bundesrat hat der Nidwaldner Regierung ein Treffen zugesichert, an dem die Problematik unter der Anwesenheit von zwei Mitgliedern der Landesregierung erörtert werden soll. Der Entscheid des Aussendepartements wird den Bundesrat noch eine Weile beschäftigen. Antworten aus Bern erwartet auch die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz. In einem Brief an den Bundesrat betont die Handelskammer, Pilatus stelle keine bewaffneten Flugzeuge her. Der Entscheid des Aussendepartements habe weitreichende negative Folgen für die Pilatus im Speziellen und die ganze Wirtschaftsregion im Allgemeinen. Mit mehr als 2000 Arbeitsplätzen ist Pilatus der grösste Arbeitgeber im Kanton Nidwalden.

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