Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Trotz Geldspielgesetz: Kommt der weltgrösste Poker-Anbieter zurück in die Schweiz?

Pokerstars hat sich im Januar aus der Schweiz zurückgezogen. Nun verdichten sich die Anzeichen, dass der weltgrösste Anbieter von Online-Poker ein Comeback plant – in einem Genehmigungskonstrukt mit dem Casino Davos.
Leo Eiholzer
«Pokerstars.com » könnte bald für Schweizer Spieler wieder erreichbar sein. (Quelle: Keystone)

«Pokerstars.com » könnte bald für Schweizer Spieler wieder erreichbar sein. (Quelle: Keystone)

Schweizer Pokerspieler sitzen seit Monaten auf dem Trockenen. Denn die hierzulande beliebten internationalen Poker-Websites haben sich mit dem neuen Geldspielgesetz aus der Schweiz zurückgezogen. Die Online-Angebote der Schweizer Casinos enthalten bisher kein Poker. Nun scheint die weltgrösste Poker-Website «pokerstars.com» vor der Rückkehr in die Schweiz zu stehen: Und zwar über ein Bewilligungskonstrukt mit dem Casino Davos, dessen Mehrheitseigentümer die Stadt-Casino-Baden-Gruppe ist.

Der Direktor des Grand Casino Baden, Detlef Brose, bestätigt auf Anfrage, dass man möglichst bald zusammen mit einem «namhaften internationalen Anbieter» ein Poker-Angebot lancieren wolle. Branchenmedien berichteten vor einigen Monaten, dass Pokerstars dies mit dem Casino Davos anstrebe. Und Pokerstars, betrieben von einem börsenkotierten Konzern, schrieb beim Rückzug aus der Schweiz an seine Kunden, die Website arbeite mit einem ­lokalen Partner daran, die Bewilligungen für die Schweiz zu erhalten.

«Wir sind mit der Spielbankenkommission in Gesprächen und klären momentan offene Punkte und eine möglichst baldige Inbetriebnahme ab.»

Pokerstars und das Casino Davos, respektive das Grand Casino Baden, halten sich derweil bedeckt, wenn es um Konkretes geht. Beide wollen weder bestätigen noch dementieren, dass sie zusammen an der Genehmigung arbeiten. Das dürfte seinen Grund haben: Dass die Eidgenössische Spielbankenkommission die Bewilligung tatsächlich erteilt, ist noch nicht sicher. Bisher ging man davon aus, dass die Zusammenarbeit mit internationalen Anbietern nur schwer möglich ist. Denn die wichtigsten Geschäftspartner der Schweizer Casinos müssen per Gesetz einen «guten Ruf» vorweisen. Diesen hat laut Verordnung nicht, wer in den letzten fünf Jahren ohne Bewilligung in der Schweiz tätig war, was Pokerstars und die meisten anderen grossen Anbieter zweifellos waren.

Das Gesetz hat ein Schlupfloch

Doch die Verordnung sieht nun eine Ausnahme für die Zusammenarbeit mit internationalen Poker-Anbietern vor. Wenn sie einen Kriterienkatalog erfüllen – unter anderem müssen sie nach Inkrafttreten des Geldspielgesetzes Schweizer ausgesperrt haben –, «kann» die Spielbankenkommission eine Bewilligung erteilen. Grand-Casino-Baden-Chef Brose sagt: «Wir sind mit der Spielbankenkommission in Gesprächen und klären momentan offene Punkte und eine möglichst baldige Inbetriebnahme ab.» Klar ist schon jetzt: Die Schweizer Spieler sollen Zugang haben zum grossen internationalen Spielerpool des ungenannten «namhaften Anbieters», also nicht einfach nur unter sich spielen müssen.
Leo Eiholzer

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.