Trotz Corona: Schweizer kaufen mehr Autos – drei Erkenntnisse aus der aktuellen Fahrzeugstatistik

Das Bundesamt für Statistik hat die provisorischen Daten für das Jahr 2020 veröffentlicht. Trotz Corona war die Zunahme an Fahrzeugen noch stärker als im letzten Jahr.

Dominic Kobelt
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Gemäss einer provisorischen Auswertung des Fahrzeugbestandes 2020 waren am 30. September, dem langjährigen Stichtag, schweizweit insgesamt rund 6'241'100 Strassenmotorfahrzeuge (ohne Motorfahrräder) zum Verkehr zugelassen. Dies sind 80'900 Fahrzeuge oder 1,3% mehr als 2019.

Trotz Corona stärkere Zunahme als im Vorjahr

Ziemlich genau drei Viertel aller Fahrzeuge sind Personenwagen. Ihr Bestand stieg im Vergleich zum letzten Jahr um 34'400 Stück oder 0,7% auf rund 4'658'300 Fahrzeuge. Damit fiel die Zunahme 2020 trotz Corona-Krise etwas stärker aus als im Jahr davor (+0,5%).

Je ländlicher, desto mehr Autos

Dabei ist zu beobachten, dass in den städtischen Kantonen, gemessen an der Bevölkerung, weniger Fahrzeuge zugelassen sind. Dies ist wohl auf eine besser Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr zurückzuführen. An den Tabellenenden sind Basel Stadt (432 Fahrzeuge pro 1000 Einwohner) und Appenzell Innerrhoden (908 Fahrzeuge pro 1000 Einwohner) anzutreffen.

Mehr Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge, aber auf tiefem Niveau

Der Anteil der reinen Elektroautos am Personenwagenbestand stieg 2020 gegenüber dem Vorjahr von 0,6% auf 0,9%, jener der Hybrid-Fahrzeuge von 2,1% auf 2,9%. Die mit Abstand grössten Segmente bilden jedoch nach wie vor die benzinbetriebenen Personenwagen mit 66,3% sowie die Dieselautos mit 29,6%.