Trockenheit

Trockener Frühling beschert uns Salate im Überfluss

Schönes und mildes Wetter wirkt sich zurzeit positiv auf das Wachstum von Gemüse und Obst aus. Das Gemüse wächst, die Preise sinken. Dennoch warnen Fachspezialisten und Detailhändler vor einem baldigen Preisanstieg.

Lea Durrer
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Ohne Bewässerung geht das Gemüse kaputt. oliver menge

Ohne Bewässerung geht das Gemüse kaputt. oliver menge

Oliver Menge

Schweizer Bauern müssen ihre Felder bewässern - so früh wie schon lange nicht mehr. Noch hat die Gemüseproduktion wegen der Trockenheit keinen Einbruch erlitten. Im Gegenteil: Besonders die Salatproduktion ist aufgrund der angenehmen Temperaturen sehr ertragreich, vermelden die Detailhändler Coop und Migros.

Im Moment gebe es noch keine Engpässe aufgrund der Trockenheit, sagt Coop-Mediensprecherin Sabine Vulic. Im Moment seien die Preise stabil und gegenüber den vergangenen Jahren auf sehr tiefem Niveau. Falls die Dürre jedoch weiter anhält, könnte dies in den kommenden Wochen dazu führen, dass weniger Ware im Angebot sei. Als erstes würde dies einen Preisanstieg bei den Salaten nach sich ziehen.

Das bestätigt auch Migros. Sollte das trockene Wetter anhalten, sei nicht auszuschliessen, dass bis in zehn Tagen die Preise etwas ansteigen könnten.

Momentan sinken die Preise

Wie Hansruedi Rauchenstein vom Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg sagt, sei im Moment eher das Gegenteil der Fall. Die Preise seien wegen dem grossen Angebot der letzten Tage nach unten angepasst worden, meint der Fachspezialist für Gemüse und Beeren.

Der Salat findet zurzeit ideale Wachstumsbedingungen vor. «Der Salat aus dem Freiland ist heuer zehn Tage früher dran als im Durchschnitt», sagt Rauchenstein. Dies führe unweigerlich zu einer «Kollision», denn die letzten Folientunnel-Salate seien immer noch im Angebot. «Im Normalfall haben wir eine bessere Stafflung.»

Besonders schöne Qualität

Ein positiver Effekt des trockenen Wetters: Weil es wenig Niederschlag gab, ist bei den Salaten kaum Fäulnis aufgetreten. Die Qualität der Köpfe lässt sich sehen.

Ruchenstein schätzt die Auswirkungen für die bestehenden Kulturen deshalb als durchwegs positiv ein. Bei den neu gesäten Kulturen könne es jedoch sein, dass sie nicht keimten, was einen Engpass zur Folge haben könnte.