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Tod am Selecta-Automaten

Was soll er essen, was trinken? Sind wir ehrlich: Der gemeine Bürger hat einfach nicht den intellektuellen Horizont, um dergleichen selber zu entscheiden. Spätestens am Selecta-Automaten ist der Schweizer heillos überfordert.
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Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe lesen Sie hier: www.tagblatt.ch/epaper

Dort, so hat Nationalrätin Valérie Piller Carrard festgestellt, gibt es die Tüte Capri-Sonne nämlich für 2 Franken. Das billigste Mineralwasser kostet dagegen 50 Rappen mehr. Für die SP-Nationalrätin ist das eine fiese Falle. Denn der Bürger in seiner ganzen Dumpfheit wird sich vermutlich für das billigere Süssgetränk entscheiden. Dann wird er adipös. Und stirbt.

Der Sensemann lauert am Selecta-Automaten, keine Frage. Doch Piller will das nicht hinnehmen. Der Bürger muss gerettet werden. Also hat sie per Interpellation den Bundesrat auf den Plan gerufen. Wo kommen wir denn hin, wenn Unternehmen Preise selber gestalten und Bürger frei über ihre Tranksame entscheiden? Eben: ins Grab!

Zwar, so entnehmen wir der Antwort der Landesregierung, glaubt diese nicht, dass der dürstende Untertan seine Labung ausschliesslich vom Preis abhängig macht. Auch «eigene Vorlieben, die Gewohnheiten, das soziale Umfeld, die Verfügbarkeit und die Angebotspalette» spielten eine Rolle. Der Todestrunk am Automaten scheint damit vermeidbar. Doch so ganz traut der Bundesrat dem Bürger doch nicht. Erst die von ihm lancierte «Ernährungsstrategie 2017–2024» werde es erlauben, sich «für einen gesunden Lebensstil zu entscheiden, unabhängig von Alter, Herkunft oder Einkommen». Wir wussten es ja: Nur der Bundesrat in seiner erhabenen Weisheit kann uns willensschwache Süffel vor dem Exit am Selecta-Automaten bewahren. (pho.)

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