Tierversuche sollen vors Volk

Tierschutz Die Volksinitiative für ein radikales Verbot von Tierversuchen kommt. Ein Bürgerkomitee rund um die Ostschweizer Biologin Irene Varga wird die Initiative nächsten Dienstag lancieren, wie das Komitee mitteilt. Bereits Anfang Jahr wurde die Initiative angekündigt, nun hat die Bundeskanzlei den Initiativtext formal geprüft und gutgeheissen.

Mit der Initiative sollen Tierversuche in der Schweiz ausnahmslos verboten werden. Importprodukte, die auf Tierversuchen basieren, sollen zudem an der Grenze gestoppt werden. Einzig Produkte, die bereits auf dem Markt sind, sollen zugelassen bleiben – unter der Voraussetzung, dass für sie keinerlei Tierversuche mehr durchgeführt werden. Den Initianten geht es nicht nur um den Schutz der Tiere, sondern um die Gesundheit der Bevölkerung. Sie stellen grundsätzlich in Abrede, dass Erkenntnisse, die an Tieren gewonnen werden, auf den Menschen übertragbar sind.

Vorerst wird das Bürgerkomitee ohne die Unterstützung von grossen Tierschutzorganisationen auskommen müssen. Diese hatten in der Vergangenheit durchblicken lassen, dass die Forderung zu radikal sei und Patienten treffen könnte, die auf Medikamente aus dem Ausland angewiesen sind. (rob)

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