Tierschutz in Ställen verbessern

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Landwirtschaft Landwirtschaftsbetriebe müssen künftig vermehrt mit unangemeldeten Tierschutzkontrollen rechnen. Bund und Kantone kommen damit einer Forderung des Tierschutzes entgegen. Die neuen Vorschriften sollen auf Anfang 2020 in Kraft treten. Ziel sei es, «schlechte Betriebe schneller zu finden und gleichzeitig gute Betriebe zu schonen», sagte Kaspar Jörger, Leiter der Abteilung Tierschutz im Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen. In der Schweiz müssen landwirtschaftliche Tierhaltungen alle vier Jahre mindestens ein Mal kontrolliert werden. Laut BLV wurde 2017 schweizweit bei 12075 Betrieben eine Grundkontrolle durchgeführt. Das entspricht rund einem Viertel aller Betriebe. Mängel wurden bei knapp einem Fünftel der untersuchten Betriebe festgestellt. Die einschlägige Verordnung schreibt weiter vor, dass 10 Prozent der Grundkontrollen unangemeldet erfolgen müssen. Über alle Kantone hinweg war dies letztes Jahr bei 28 Prozent der Kontrollen der Fall. Nach den Angaben Jörgers soll der Anteil der unangemeldeten Kontrollen auf 40 Prozent steigen. Um mehr Ressourcen für das Aufdecken von Risikobetrieben freizustellen, soll der Aufwand bei den Grundkontrollen reduziert werden. Betriebe, die über eine gewisse Zeit nicht auffällig sind, würden nicht mehr von Kontrolleuren besucht. An der Kontrollfrequenz (alle vier Jahre) will das Gremium von Kantonstierärzten und BLV, die Ständige Kommission Tierschutz, hingegen festhalten. (sda)