Tiefere Renten in der zweiten Säule

bern. Die Rentenkürzung in der zweiten Säule konkretisiert sich. Die Sozialkommission (SGK) des Ständerates beantragt dem Plenum mit 9 zu 2 Stimmen, bei der Reduktion des Umwandlungssatzes in der Wintersession den Beschlüssen des Nationalrates zu folgen.

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bern. Die Rentenkürzung in der zweiten Säule konkretisiert sich. Die Sozialkommission (SGK) des Ständerates beantragt dem Plenum mit 9 zu 2 Stimmen, bei der Reduktion des Umwandlungssatzes in der Wintersession den Beschlüssen des Nationalrates zu folgen. Der für die Höhe der Renten in der beruflichen Vorsorge massgebliche Umwandlungssatz soll bis 2015 auf 6,4 Prozent sinken. Damit bekräftigte die Ständeratskommission die Entscheide der ersten Lesung, wie die Parlamentsdienste gestern mitteilten. Sie hatte zuvor von der Verwaltung einen Bericht mit aktualisierten Zahlen zum Modell der grossen Kammer verlangt. Heute beträgt der Zinssatz, mit dem das Altersguthaben der Zweiten Säule in die jährliche Rente umgewandelt wird, für Männer 7,05 und für Frauen 7,1 Prozent. Gemäss Nationalrat und SGK geht er bis 2015 schrittweise auf 6,4 Prozent zurück. Auf je 100 000 Franken Alterskapital gäbe es dann noch 6400 Franken Rente.

Der Bundesrat hatte wegen der höheren Lebenserwartung und sinkender Renditen noch etwas forscher vorgehen wollen. Im Ständerat war die Vorlage in der Gesamtabstimmung gescheitert, weil die Linke opponierte und der Rat nach Ansicht der Rechten zu stark auf die Bremse getreten war. Der Nationalrat verlängerte dann die Übergangsphase von drei auf fünf Jahre. (ap/sda)

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