Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Thurgauer Ständerätin Häberli zu Lohnanalysen: «Das Gesetz kann den Unternehmen zugemutet werden»

Der Ständerat hat im Kampf gegen Lohndiskriminierungen beschlossen, Unternehmen zu Lohnanalysen zu verpflichten. Stark eingesetzt für die Vorlage hat sich die Thurgauer CVP-Ständerätin Brigitte Häberli. Sie ist überzeugt, dass das Gesetz seine Wirkung entfalten wird, sofern auch der Nationalrat grünes Licht gibt.
Daniel Walt
Seit 2011 für den Thurgau im Ständerat: Brigitte Häberli. (Keystone)

Seit 2011 für den Thurgau im Ständerat: Brigitte Häberli. (Keystone)

Frau Häberli, der Ständerat hat in Sachen Lohnanalysen durch Unternehmen eine Kehrtwende vollzogen. Erleichtert?

Ja, sehr. Im Vorfeld der heutigen Debatte bestand Anlass zur Hoffnung, dass es so herauskommen könnte. Die deutliche Zustimmung zur Vorlage freut mich nun natürlich.

Was gab den Ausschlag für den Meinungsumschwung in der kleinen Kammer?

Wir konnten die Zeit zwischen dem ablehnenden Entscheid Ende Februar und jetzt gut nutzen und vielen Kritikern klarmachen, dass es sich um ein sehr moderates Gesetz handelt. Es ist absolut wirtschaftsverträglich. Zudem erlischt es nach zwölf Jahren wieder.

Trotzdem: Zahlreiche Ständeräte haben sich erbittert gegen die Vorlage gewehrt. Wie erklären Sie sich das?

Als Hauptargument wurde immer wieder der angeblich hohe Bürokratieaufwand gebracht. Zudem wurde befürchtet, dass das Gesetz wenig Wirkung entfalten werde.

Was antworten Sie auf diese Befürchtungen?

Ich bin überzeugt, dass die Kritiker erkennen werden, dass das Gesetz den Unternehmen zugemutet werden kann. Betroffen sind beispielsweise nur Firmen mit 100 oder mehr Mitarbeitenden. Und die Lohnanalysen müssen nur alle vier Jahre gemacht werden.

Die Vorlage geht jetzt an den Nationalrat. Dort dürfte der Gegenwind noch stärker sein…

Das wird sich zeigen. Ich hoffe, dass die nationalrätliche Kommission und dann auch der Nationalrat offen für die Vorlage sein werden. Bereits die Diskussion über die Gesetzesvorlage und das Thema Lohndiskriminierung hat einiges in Gang gebracht. Wir brauchen aber auch eine gesetzliche Handhabe, einen entsprechenden Verfassungsauftrag gibt es. Bei der Gesetzesvorlage handelt es sich um einen gutschweizerischen Kompromiss.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.