Thomas Minder schafft Sprung in Ständerat

Überraschend deutlich ist Thomas Minder, Vater der Abzocker-Initiative, in den Ständerat gewählt worden. Die Schaffhauser FDP muss derweil eine herbe Niederlage einstecken.

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Thomas Minder (Bild: ky)

Thomas Minder (Bild: ky)

Um 11.51 Uhr stand es gestern fest: Der zweite Schaffhauser Ständeratssitz geht an Thomas Minder, den parteilosen Neuhauser Unternehmer, der dank seinem unermüdlichen Kampf gegen Abzocker nationale Bekanntheit geniesst. Mit 11 853 Stimmen verwies er seine Konkurrenten Matthias Freivogel von der SP (8336 Stimmen) und Christian Heydecker von der FDP (7586) deutlich auf die hinteren Ränge.

Dass sich im Wahlkampf alle Parteien und Verbände gegen ihn verschworen hätten, sei ihm zu-gute gekommen, ist Minder überzeugt. «Es ist durchaus möglich, Ökonomie und Ökologie zu vereinen», sagt er weiter und wertet seine Wahl auch als «Signal nach Bundesbern, dass man auch als Parteiloser etwas erreichen kann». In der kleinen Kammer will er sich einer Fraktion anschliessen. GLP und SVP stehen für ihn zurzeit im Vordergrund. Gespräche sollten in den nächsten Tagen stattfinden. «Ich möchte nicht in irgendeiner unwichtigen Kommission politisieren», stellt der Besitzer der Trybol AG klar. Als Parteiloser werde er unabhängig bleiben und weiterhin pointiert auftreten. Die FDP Schaffhausen ist die grosse Verliererin des gestrigen Wahlsonntags; es ist ihr nicht gelungen, den Sitz von Peter Briner zu verteidigen. Nachdem sie vor vier Jahren bereits ihren Nationalratssitz an die SVP verloren hatte, ist sie nun in Bern gar nicht mehr vertreten. (eru)